Publikumsmagnet: Beim Tête-à-tête 2018 drängten sich die Besucher dicht an dicht in der Rastatter Kaiserstraße. | Foto: pr

Tiefes Bedauern

Straßentheaterfestival Tête-à-tête in Rastatt fällt Coronavirus zum Oper

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Die Stadt Rastatt verschiebt das internationale Straßentheaterfestival Tête-à-tête. Die 14. Auflage hätte vom 9. bis 14. Juni stattfinden sollen. „Wir bedauern das zutiefst“, sagt die städtische Pressesprecherin Heike Dießelberg. Die Rechtsverordnung, die die Landesregierung am Montag als Maßnahme gegen die Verbreitung des Coronavirus beschlossen hat, lasse der Stadt aber „keine andere Wahl“.

Die Verordnung verbietet Versammlungen und Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern und gilt bis zum 15. Juni. Das Sozialministerium ist allerdings ermächtigt, diesen Termin zu ändern. Die Planung des Tête-à-tête weiter voranzutreiben in der Hoffnung, dass die Verordnung früher außer Kraft tritt, wäre aus Sicht der Stadt aber keine Option.  „Das ist eine zu unsichere Grundlage“, sagt Dießelberg.

Suche nach einem Ersatztermin läuft

Noch seien nicht alle Verträge mit den Künstlern abgeschlossen. Plane die Stadt weiter und müsse das Festival dann doch absagen, könnte ein größerer finanzieller Schaden entstehen. Wie viel Geld die vorläufige Absage ohnehin schon kostet, wollte die Sprecherin nicht beziffern: „Wir sind alle zutiefst betroffen von den gesundheitlichen Auswirkungen. Da steht das Finanzielle hinten an.“

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Die künstlerischen und organisatorischen Leiter würden nun einen Ersatztermin suchen. Die Frage, ob das Festival überhaupt noch 2020 stattfinden könnte, ließ Dießelberg offen. Klar sei aber, dass das Straßentheaterfestival als Veranstaltung unter freiem Himmel nur in der Freiluftsaison stattfinden könne.