BALD BAUSTELLE: Die Autos links und in der Mitte des Platzes werden den Bauarbeiten weichen. Rechts kann der Verkehr weiter fließen. | Foto: Collet

Obere Kaiserstraße in Rastatt

Unten zu, oben auf

Anzeige

Was die einen aufatmen lässt, macht den anderen Sorge: Nächste Woche ist der erste Bauabschnitt der Oberen Kaiserstraße endgültig fertig. Nach knapp eineinhalb Jahren Bauzeit werden die Absperrungen abgebaut und die Rastatter können erstmals über die neugestaltete Fläche hinter Sankt Alexander wandeln und fahren. „Für den Einzelhandel war es ein hartes Jahr, vor allem seitdem wir vor ein paar Monaten die Querung an der Kirche schließen mussten“, erklärt Citymanager Johannes Flau bei einer Informationsveranstaltung auf dem Baustellengelände. Denn was für die einen endlich ein Ende hat, wird nun für die anderen beginnen: Die Baustelle wandert in den unteren Straßenabschnitt und erschwert den Zugang zu den dortigen Händlern.

Baufeld erstreckt sich von Rappenstraße bis Parkplatzmitte

Mitte kommender Woche wird das Baufeld eingerichtet. Es erstreckt sich von der Einmündung der Rappenstraße bis zur Parkplatzmitte. Eine Zufahrt zu den dortigen Geschäften ist ab dann nicht mehr möglich. Dafür wird die Rappenstraße wieder geöffnet, sodass Autofahrer den neu gestalteten Parkplatz auf der oberen Platzhälfte nutzen können. Die Abfahrt erfolgt, wie bisher auch, über die gegenüberliegende Straßenseite zur Kapellenstraße. Dort werden allerdings nur noch in den ersten Monaten der Bauzeit einige wenige Längsparkplätze zur Verfügung stehen, wie es auf der Veranstaltung hieß. Der Lieferverkehr für die betroffenen Einzelhändler soll allerdings weiterhin möglich sein, wurde versichert.

ZÄUNE UND BAKEN SIND BALD WEG: Am Mittwoch wird die obere Platzhälfte für Autos und Fußgänger geöffnet. Für viele Einzelhändler endet damit eine Durststrecke. Autofahrer müssen allerdings erst lernen, sich zu orientieren – statt auf der Ladenseite gibt es jetzt links einen schmalen Parkstreifen. | Foto: Collet

Platanen auf der unteren Platzhälfte

Eng wird es, wenn die Baumgruben für die zehn Platanen ausgehoben werden, die für Schatten auf der unteren Platzhälfte sorgen sollen. „Das ist aber erst im nächsten Jahr soweit.“ Zuvor wird erst mal die Straße aufgerissen, um sämtliche Versorgungsleitungen – Gas, Wasser, Strom und Leerrohre – zu verlegen.

Erst kommen die Versorgungsleitungen

Erst wenn die Straße mit dem neuen roten Belag wieder geschlossen ist, geht es an die Baumgruben und den Gehweg. „Wir hoffen, dass wir ab Februar loslegen können“, so Citymanager Flau. Etwa im April könnte dann der zweite Teilabschnitt, also die gegenüberliegende Straßenseite, in Angriff genommen werden. Zur selben Zeit soll auch der Oberbau für die drei Brunnenelemente – Fontänen, Wasserbecken und Bernhardusbrunnen – begonnen werden.

Citymanager und Bauleiter: Zuversicht beim Zeitplan

Mit dem Zeitplan sind Citymanager und Bauleiter Stephan Hertenberger zufrieden. Obwohl eine Trafostation für die Versorgung des gesamten Platzes mit fast einem halben Jahr Verspätung kommen wird und die Baugrube höchstwahrscheinlich noch einmal geöffnet werden muss, sind sie zuversichtlich, den ursprünglichen Fertigstellungstermin knapp zu halten: „Statt September wird es wohl Oktober.“ Einen ersten Eindruck vom neuen Platzgefühl können sich die Rastatter dann ab Mitte nächster Woche holen. Auf dem fertiggestellten Platz stehen rund 40 Parkplätze und sechs Behindertenparkplätze zur Verfügung, die breiter als üblich sind. Außerdem gibt es eine Akkuladestation für Elektro-Fahrräder.

Längsparken nicht mehr auf der Ladenseite

Wichtigste Neuerung: Wer entlang der Straße parken will, darf dies künftig nicht mehr auf der Ladenseite, sondern hat links einen schmalen Parkstreifen. Da die Markierungen sehr dezent gehalten sind, wird es in den ersten Monaten eine provisorische Beschilderung geben. Nach einer Eingewöhnungsphase soll es dann ohne Schilder klappen.