So gut wie hier klappt das Parken auf dem freigegebenen Stück der oberen Kaiserstraße nicht immer.
So gut wie hier klappt das Parken auf dem freigegebenen Stück der oberen Kaiserstraße nicht immer. | Foto: Collet

Obere Kaiserstraße in Rastatt

„Verparker“ gibt es nach wie vor

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Seit knapp drei Wochen ist der neu gestaltete Parkplatz auf der oberen Kaiserstraße nun geöffnet. Hübsch anzusehen ist er, da sind sich die Rastatter einig. Für Autofahrer ist er allerdings hin und wieder ein Rätsel. Anwohner und Passanten stoßen immer wieder auf kreative Parker und hilflose Fahrzeuglenker, die auf der Suche nach dem Ausweg sind. Dennoch: Baustellenmanager Johannes Flau ist alles in allem zufrieden mit dem Auftakt – wenngleich auch er bemerkt hat, dass es hier und da manchmal noch hakt.

Ursprünglich sollten Schilder aufgestellt werden

„Es ist sehr unterschiedlich: Als ich am Mittwoch dort war, klappte es perfekt, am Tag davor war es eher durchwachsen“, sagt Flau und erzählt von einer Frau, die mitten in der Ausfahrt des Parkplatzes stand. „Ich habe sie kurz angesprochen und sie ist weggefahren, alles kein Problem.“ Kommunikation ist überhaupt das Mittel, auf das sich die Stadt in der Anfangsphase geeinigt hat. Ursprünglich war geplant, für die ersten Wochen Hinweisschilder aufzustellen, die die neue Verkehrsführung und die Anordnung der Parkplätze erklären.

Städtische Mitarbeiter weisen Autofahrer auf Fehler hin

„Das wäre allerdings zu komplex geworden und hätte von den Autofahrern gar nicht erfasst werden können“, erklärt der Baustellenmanager. Deshalb war die Stadt vor allem in der ersten Woche, in die auch der verkaufsoffene Sonntag fiel, verstärkt mit Mitarbeitern vor Ort, um die Autofahrer auf ihre Fehler hinzuweisen. „Inzwischen gehen wir dazu über, absolute Falschparker anzusprechen. Und wer nicht greifbar ist, der wird verwarnt.“

Falschparker auf dem Gehweg vor der Ladenzeile

Dabei hat die Stadt bemerkt, dass die ersten Parker eine Vorbildfunktion haben: „Stehen die ersten Fahrzeuge korrekt, dann klappt es zuverlässig den ganzen Tag. Doch sehen von Anfang an welche verkehrt, wiederholt sich das.“ Gerade zu Beginn habe es vor allem Schwierigkeiten mit Falschparkern auf dem Gehweg vor der Ladenzeile gegeben. Die hätten sich inzwischen aber erledigt. „Auf dem Gehweg zu parken ist verboten. Das sollte jeder Autofahrer wissen“, betont Baustellenmanager Flau. Lediglich Lieferanten dürften hier kurzzeitig ihre Fahrzeuge abstellen. Für alle anderen gibt es einen Längsparkstreifen auf der linken Straßenseite.

Stehen die ersten Fahrzeuge korrekt, dann klappt es zuverlässig den ganzen Tag. Doch sehen von Anfang an welche verkehrt, wiederholt sich das.

Hier berichten Autofahrer davon, dass sie auf ungewöhnliche Weise eingeparkt worden seien – nämlich durch die Parkboxnutzer auf dem großen Platz, die zu weit an den Längsstreifen heranrollen und damit die Fahrertüren blockierten. Ein Problem, das Flau bisher noch nicht zu Ohren gekommen ist. Wegen der Großzügigkeit der Flächen – sowohl der Bürgersteig als auch die Straße sind breiter geworden als zuvor – sieht er hier keine grundlegenden Probleme. „Die Parksituation kann sich noch einpendeln.“

Die Ausfahrt ist für den ein oder anderen noch ein Problem

 

Ein besonderes Augenmerk hat er allerdings auf die Ausfahrt – eine Situation, die auch knapp drei Wochen nach der Eröffnung den ein oder anderen noch vor Herausforderungen stellt. Sollten sich hier dauerhaft Schwierigkeiten zeigen, müsse diskutiert werden, ob nicht doch zusätzliche Maßnahmen wie Markierungen nötig sind. Flau hofft aber, dass sich die Situation spätestens dann entschärft, wenn die Rappenstraße wieder in beide Richtungen befahrbar ist. Das wird aber erst am Ende des zweiten Bauabschnitts der Fall sein, also Ende 2019. Derzeit sieht es übrigens so aus, als ob dieser Termin gehalten werden könne. Die Arbeiten im vorderen Teil der Kaiserstraße seien gut angelaufen, freut sich Flau. „Bisher läuft alles stabil.“