969 Hektar in Mittelbaden gelten als belastete Böden, | Foto: Uli Deck

Untersuchungen geplant

Weitere Äcker mit PFC-Belastung in Mittelbaden entdeckt

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Das Umweltamt im Landratsamt Rastatt und das Fachgebiet Umwelt der Stadt Baden-Baden haben im Herbst 2019 erneut Äcker auf Giftstoffe untersucht. Im Vergleich zur letzten Auswertung vom 3. Juni 2019 sind einer Pressemitteilung zufolge verschiedene Veränderungen aufgefallen.

Im Landkreis Rastatt wurden demnach 247 Hektar neu untersucht und davon 76 Hektar als belastet eingestuft. In der Stadt Baden-Baden wurden 36 Hektar neu untersucht und davon sieben Hektar als belastet eingestuft. Insgesamt sind nun in Mittelbaden 2.033 Hektar untersucht worden. Davon gelten 969 Hektar als belastete Böden, die nach dem Erlass des Umweltministeriums vom 21. August 2018 eingestuft wurden.

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Trefferquote nimmt tendenziell ab

Der Erlass lautet  „Anwendung der Geringfügigkeitsschwellenwerte (GFS-Werte) für per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) zur Beurteilung nachteiliger Veränderungen der Beschaffenheit des Grund- und Sickerwassers aus schädlichen Bodenveränderungen und Altlasten“.

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Für das Jahr 2020 ist laut Mitteilung ebenfalls ein Untersuchungsprogramm geplant. Das von Landrat Toni Huber angekündigte Ziel, bis 2021 alle Verdachtsflächen untersucht zu haben, könne dadurch erreicht werden. Insgesamt sei eine Abnahme der Trefferquote zu erkennen, was darauf hindeute, dass die problematischsten Fälle erfasst sind. Die nächste Aktualisierung der Flächenzahlen ist für Juni 2020 vorgesehen.

Service: Landratsamt Rastatt, PFC-Geschäftsstelle: pfc@landkreis-rastatt.de

Hinweis der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels stand, dass 47 Hektar neu untersucht wurden. Das haben wir korrigiert.

BNN