Wer sich Zeit nimmt, um sich vorzubereiten, geht gelassener in das Bewerbungsgespräch.
Wer sich Zeit nimmt, um sich vorzubereiten, geht gelassener in das Bewerbungsgespräch. | Foto: Adobe Stock/contrastwerkstatt

Fit für den Termin

Gute Vorbereitung ist beim Bewerbungs­gespräch das A und O

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Eine interessante Stellenausschreibung wurde entdeckt, Bewerbung und Lebenslauf wurden versendet und nach einiger Zeit kommt die erhoffte, frohe Botschaft: Eine Einladung zu einem Bewerbungsgespräch. Nervosität samt Herzklopfen sind jetzt völlig normal. Schließlich ist das Ziel, ob neue Stelle oder Ausbildungsplatz, in greifbarer Nähe. Doch keine Panik, mit gründlicher Vorbereitung und Gelassenheit lässt sich auch diese Hürde gut meistern.

Wer zu einem Unternehmen zum Vorsprechen eingeladen wird, sollte auf jeden Fall schon etwas über den potenziellen neuen Arbeitgeber wissen. Das bedeutet nicht, dass man die gesamte Firmengeschichte aus dem Effeff können muss. Aber wer beim Bewerbungsgespräch gar nichts über das Aufgabenfeld des Unternehmens oder seine Bedeutung in der Region weiß, kann heftig auf die Nase fallen, da dies auf mangelhafte Vorbereitung sowie fehlendes Interesse schließen lässt. Glücklicherweise ist eine übersichtliche Homepage heutzutage bei so gut wie allen Unternehmen Standard, so dass man sich zeitig und in aller Ruhe online informieren kann.

Hat ein Bewerber es bis zum Vorstellungsgespräch geschafft, sind die Personaler in der Regel bereits über den Lebenslauf und bisherige Tätigkeiten des Kandidaten im Bilde. Auch ein positiver erster Eindruck ist durch das Anschreiben und das Bewerbungsfoto bereits entstanden. Nun möchte man wissen, wie der Bewerber von Angesicht zu Angesicht wirkt und sehen, wie er sich unter dem Druck der Situation verhält und präsentiert.

Bereit sein für mögliche Fragen

Sich bereits im Voraus ein paar Gedanken zu Antworten auf mögliche Fragen zu machen, erleichtert den Gesprächseinstieg und vermindert die Aufregung. Einige „Evergreens“, die immer wieder in Bewerbungsgesprächen auftauchen: Was sind Ihre Stärken beziehungsweise Schwächen? Warum haben Sie sich gerade hier beworben? Wie motivieren Sie sich am besten? Was wissen Sie über dieses Unternehmen? Wo sehen Sie sich in fünf bis zehn Jahren? Was hat Ihnen in ihrem vorherigen Job gut beziehungsweise gar nicht gefallen? Solche und ähnliche Fragen werden häufig gestellt.

Auch Fragen zu Arbeitsweise, Führungsqualitäten oder Social-Media-Aktivitäten sind nicht ungewöhnlich. Gerade letzteres Thema kann zu unangenehmen Fangfragen führen, wenn sich auf dem persönlichen Profil oder über Verlinkungen peinliche Partybilder oder andere problematische Darstellungen finden lassen. Grundsätzlich sollte man stets darauf achten, dass die eigene Präsenz im Internet nicht zum Nachteil wird.

Ein freundliches Auftreten ist nicht nur im Bewerbungsgespräch gefragt, sondern erleichtert generell den Arbeitsalltag mit Kollegen.
Ein freundliches Auftreten ist nicht nur im Bewerbungsgespräch gefragt, sondern erleichtert generell den Arbeitsalltag mit Kollegen. | Foto: Adobe Stock/contrastwerkstatt

„Was zieh ich an?“ Mit dieser Frage quälen sich alle Bewerber gleichermaßen. Auf Freizeitkleidung sollte dabei eher verzichtet werden. Mit einem seriösen Outfit ist man hier im Regelfall auf der sicheren Seite. Die Kleidung sollte natürlich sauber und gepflegt sein – das gilt auch für die Schuhe. Letztere sollten geschlossen sein und bei Frauen nicht über zu hohe Absätze verfügen. Kurze Röcke beziehungsweise kurze Hosen bei Männern gehören ebenfalls in den Tabu-Bereich. Mit einem Hemd beziehungsweise einer Bluse bei Damen macht man generell nichts verkehrt. Krawatte und Sakko sind nicht immer notwendig. Wer sich ein wenig am Unternehmen orientieren möchte, kann auf der Homepage nachschauen, wie sich die Mitarbeiter präsentieren.

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Wer zu spät kommt, hinterlässt einen schlechten ersten Eindruck

Pünktlichkeit und Höflichkeit nicht vergessen: Beides sind Werte, auf die nach wie vor und vollkommen zu Recht Wert gelegt wird. Pünktlichkeit bedeutet Verlässlichkeit und Höflichkeit spricht für einen korrekten Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten. Insofern sollte man bei der Anreise zum Bewerbungstermin ausreichend Zeit einplanen, zur Begrüßung die Hand geben und sich generell manierlich verhalten. Beachtet man diese Punkte, kann man sich guten Gewissens auf den Termin freuen.