Wer Interesse und Eigeninitiative mitbringt, kann während eines Praktikums eine Menge lernen und mit etwas Glück auch seinen Traumberuf entdecken.
Wer Interesse und Eigeninitiative mitbringt, kann während eines Praktikums eine Menge lernen und mit etwas Glück auch seinen Traumberuf entdecken. | Foto: Adobe Stock / industrieblick

Erste Schritte

Mit Praktikumserfahrung zum Traumjob

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Der Schulabschluss ist schon in Aussicht, vielleicht sind es sogar noch ein oder zwei Jahre, aber die Gedanken und Sorgen kreisen schon um die eine zentrale Frage: Was mache ich danach? Nicht jeder weiß sich bei der großen Auswahl an Ausbildungsmöglichkeiten und Berufsfeldern zu helfen, denn die Möglichkeiten hierzulande sind vielfältig und die Entscheidung mitunter schwer.

Gerade hier zeigen Praktika ihren hohen Stellenwert. Denn manche wissen erst, was ihnen liegt und worin sie gut sein können, wenn sie es einmal ausprobiert und in ein Berufsfeld hineingeschnuppert haben. Viele Arbeitgeber bieten gerade während der Sommerferien die Möglichkeit für Schüler an, in einem Sommerjob als Praktikanten erste Erfahrungen zu sammeln. Hier ist Eigeninitiative gefragt. Gerade Jugendliche, die unsicher sind, welchen Weg sie nach dem Schulabschluss gehen möchten, sollten diese Chancen unbedingt nutzen und in einem oder bestenfalls mehreren Praktika eine Auswahl an infrage kommenden Berufsfeldern erkunden. Auch Neugierde und Offenheit sind von Vorteil, denn hin und wieder entdeckt man, dass einem etwas liegt, an das man zuvor nie gedacht hätte und ab und zu stellt sich der vermeintliche Traumberuf dann doch als etwas völlig Unerwartetes heraus.

Bonuspunkte im Lebenslauf

Neben der Orientierungshilfe macht sich ein Praktikum auch im Lebenslauf immer gut. Die Nachweise, in Form von Praktikumszeugnissen, zeigen bei zukünftigen Bewerbungen, was bereits geleistet wurde und in welche Berufe der Jugendliche hineingeschnuppert hat. Praktische Erfahrungen belegen zudem, dass sich der Bewerber in einen zuvor fremden Arbeitsalltag einfügen und konstruktiv mitwirken kann.

Des Weiteren trainieren Praktika die sogenannten „Soft Skills“: Der Umgang mit stressigen Situationen, das Sozialverhalten gegenüber Kollegen und Vorgesetzten, Teamfähigkeit, Umgang mit Kritik und vieles mehr. All diese Erfahrungen können in zukünftigen Arbeitsstellen oder während einer Ausbildung von Vorteil sein.

Ein abschließender Bonus ist das Thema „Vitamin B“. Beziehungen. Denn während eines Praktikums lernt man durch Kollegen und Vorgesetzte neue Kontakte kennen, die einem in Zukunft bei der Berufsfindung nützlich sein können. So kann sich durch die eine oder andere Praktikumsbekanntschaft auch schon mal eine Tür zu einer Ausbildung oder einem Job öffnen.

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Mit der Initiativbewerbung zum gewünschten Praktikum

Nicht alle Firmen und Betriebe, die Praktika anbieten können, tun dies auch offensichtlich. Eigeninitiative ist hier das A und O. Oftmals kann eine Anfrage bei einem interessanten Betrieb zu einer einmaligen Chance für ein besonders lehrreiches Praktikum werden. Die Frage nach den Aufgaben ist nicht nur dann angebracht, wenn es um einen neuen Job geht, sondern darf auch als potenzieller Praktikant gestellt werden. Schließlich möchte niemand sein Praktikum zur Berufsorientierung damit zubringen, lediglich Kaffee zu kochen und Akten zu kopieren. Mit der Frage nach den Aufgaben wird nicht nur Interesse an den bevorstehenden Aufgaben gezeigt, die Frage gibt dem Arbeitgeber auch die Chance, seine Vorstellungen über das Praktikum detailliert mitzuteilen und sich, falls doch noch nicht geklärt wurde, welche Arbeitsprozesse als Aufgabengebiete für den Praktikanten geplant sind, selbst nachzufragen, was den Bewerber denn besonders interessieren würde beziehungsweise was er sich denn alles zutrauen würde. In einem solchen Gespräch lässt sich auch schnell erkennen, ob die geplanten Berufseinblicke mit den Wünschen und Erwartungen des Bewerbers übereinstimmen. So lässt sich sowohl für den Praktikanten als auch für das entsprechende Unternehmen möglichst viel aus einem Praktikum herauszuholen.