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Entwickler aus aller Welt

Diese Internationalmannschaft steckt hinter bnn.de

BNN. Diese drei Buchstaben stehen für regionale Kompetenz. Sie stehen aber auch für die Zusammenarbeit von Menschen aus zahlreichen Ländern. Das gilt ganz besonders für die Website bnn.de.

Auf der ganzen Welt zuhause: die Entwickler, die an bnn.de arbeiten. Foto: Robert Kutschera

Dieser Artikel über den Online-Auftritt der BNN könnte mit Programmierern aus vielen Ecken der Welt beginnen: etwa mit Subrata Sen Gupta aus Bangladesch, der in Dänemark lebt. Oder mit dem Rumänen Bogdan Arizancu, der dieser Tage von Spanien nach Deutschland zieht. Aber auch mit dem Karlsruher Christoph Knopf, der im Verlagsgebäude in Neureut arbeitet.

Christoph Knopf ist es, der als Chefentwickler der BNN die Schnittstelle zwischen all den Kollegen bildet, die an den Codes arbeiten, aus denen eine Website besteht. Die Zusammenarbeit mit Programmierern außerhalb Europas bringe auch Herausforderungen mit sich, sagt er – und verweist auf kulturelle und sprachliche Unterschiede.

Dabei meint er gar nicht die vielen Muttersprachen. „Denn wir sprechen ja alle Englisch und in die jeweiligen Akzente hat man sich schnell reingehört.“ Jedoch unterschieden sich die Namen mancher Software-Komponenten von Land zu Land. „Da muss man sich dann erst mal gegenseitig klar machen, worüber man spricht“, so Knopf.

Drei Partner für die Website bnn.de

Es sind drei Säulen, auf denen die Entwicklung der Internetseiten der BNN beruht. Da ist erstens die BNN selbst, für die neben Knopf auch Thorsten Möhrmann, Theo Junge und der in Karlsruhe lebende Franzose Florent Zambon programmieren.

Zweitens das dänische Unternehmen StiboDX, das von Aarhus, Oslo, Atlanta und dem bangladeschischen Dhaka aus ebenfalls für die Programmierung von bnn.de sowie das System verantwortlich ist, in dem die Autoren ihre Artikel schreiben.

Und da sind drittens die Netzstrategen, eine Karlsruher Digitalagentur, die nicht nur in den vergangenen zwei Jahren maßgeblich zur neuen bnn.de, zum neuen Abo- und Serviceportal und dem kostenpflichtigen Bereich BNN+ beigetragen haben. Sie begleiteten die BNN schon seit 2015 beim Wandel hin zu einem modernen Medienhaus.

„Die BNN waren in diesen Jahren mit fast allen Disziplinen in Kontakt, die wir anbieten“, erinnert sich Daniel Kudwien, Software-Architekt der Netzstrategen. Bnn.de – das war zum Beginn der Zusammenarbeit eine Seite, die fast nur aus dem E-Paper bestand und selbst von Google kaum gefunden wurde.

2016 folgte eine erste echte Nachrichtenseite. In den folgenden Jahren entwickelten sich die BNN immer weiter: von der Optimierung der Seite für Suchmaschinen über deren Gestaltung bis zur Analyse der Nutzerdaten. Von Schulungen der Redaktionen über die Etablierung neuer Arbeitsprozesse bis hin zur Unterstützung beim Online-Marketing. Und eben auch: beim Programmieren.

„Für mich ist die Arbeit in einem bunt gemischten, internationalen Team von Vorteil – beispielsweise zum Lernen und Weiterentwickeln meiner Fähigkeiten.“
Bogdan Arizancu, rumänischer Programmierer der Netzstrategen

Einer dieser Netzstrategen, die die Codes schreiben, ist Bogdan Arizancu. Als es Ende 2020 darum ging, die Bezahlschranke für BNN+ zu entwickeln, war der Rumäne fast Tag und Nacht zu erreichen. Dieser Tage ist das weitaus schwieriger – denn Arizancu ist im Umzugsstress: Seine Frau, eine Archäologin, beginnt ein Projekt in Deutschland, weswegen beide nach Frankfurt ziehen.

Auf dem Weg in seine neue Heimat erklärt Arizancu seinen Weg durch halb Europa: In Sibiu, seiner Heimatstadt in Siebenbürgen, habe er früh zu programmieren begonnen und sechs Jahre lang gearbeitet. „Der Job meiner Frau brachte uns vor zwei Jahren nach Barcelona, wo ich zunächst als Freiberufler arbeitete und mich dann den Netzstrategen anschloss.“

Für diese werde er auch von Frankfurt aus weiterarbeiten – was dank der digitalen Vernetzung kein Problem sei. „Für mich ist die Arbeit in einem bunt gemischten, internationalen Team von Vorteil“, sagt der Rumäne – „beispielsweise zum Lernen und Weiterentwickeln meiner Fähigkeiten.“

75 Jahre BNN

Die Badischen Neuesten Nachrichten gibt es seit März 1946. Das feiern wir im Pandemie-Jahr etwas kleiner - aber mit vielen Artikel rund um die Arbeit unseres Verlags und zur Geschichte unserer Region.

Von Bangladesch nach Dänemark

Daran, wann und wie Subrata Sen Gupta von Dhaka nach Aarhus kam, erinnert sich Michael From Ballerini ganz genau. „Das war am 10. September 2018“, sagt der Projektleiter des BNN-Relaunchs von der dänischen Softwarefirma StiboDX sofort. Schließlich habe der Bangladeschi die ersten zwei Monate bei ihm gewohnt.

Wenig später, Anfang 2019, begann das Großprojekt bnn.de, das im Sommer 2020 mit der neuen Website für alle sichtbar wurde. „Subrata hat seine Karriere in unserem Büro in Dhaka begonnen“, sagt From Ballerini. „Er war dort mein bester Mann – und als wir vor drei Jahren einen Großauftrag aus Polen erhielten, haben wir ihm angeboten, nach Dänemark zu ziehen.

Auch wegen dieser Chancen auf dem westlichen Arbeitsmarkt widmeten sich in Bangladesch mehr Menschen dem Programmieren als in Europa. Das bestätigt BNN-Chefentwickler Knopf: „Wenn wir Entwickler-Stellen ausschreiben, sind immer viele Bewerbungen aus Indien und Bangladesch dabei.“ Doch auch in Ägypten, Osteuropa und dem Iran gebe es überdurchschnittlich viele Programmierer, die auf Jobs in Europa hoffen.

Den Außenposten in Bangladesch – eine von weltweit sieben Stibo-Destinationen – gibt es weiterhin. „Das bringt Vorteile bei der Wartung der Systeme mit sich“, so From Ballerini. „Wenn nachts oder am frühen Morgen ein technischer Fehler auf bnn.de auftritt, kann Monzurul Hoque Ziku in Dhaka eingreifen. Und falls es heute Abend Probleme gibt, ist Jon Ula in Atlanta zur Stelle.“

Geleitet wird die Support-Abteilung von Eric Sangria: einem Italiener, der in Oslo lebt. Dass StiboDX Mitarbeiter auf der ganzen Welt hat, ist freilich nicht nur für die BNN notwendig: das Unternehmen betreut Verlage auf sechs Kontinenten, nach Michael From Ballerinis Angaben arbeiten 60 Prozent der nordamerikanischen Medienhäuser mit Stibo zusammen.

„Wie ein Mechaniker, der sich um den Motor eines Autos kümmert, widmen sich die Backend-Entwickler dem nicht sichtbaren Bereich der Seite.“
Norman Hildenbrand, stellvertretender Leiter des Digital-Teams der BNN

So viele Nationalitäten, so viele Menschen. Was aber machen all diese Entwickler, die an bnn.de und anderen Internetseiten arbeiten? Den gewaltigen, oft unsichtbaren Aufwand, der dahintersteckt, erklärt Norman Hildenbrand mit einem Vergleich: „Wie ein Mechaniker, der sich um den Motor eines Autos kümmert, widmen sich die Backend-Entwickler dem nicht sichtbaren Bereich der Seite“, sagt der stellvertretende Leiter des Digital-Teams der BNN.

Dank ihnen öffneten sich bei den jeweiligen Klicks die richtigen Seiten, dank ihnen laufe die Seite stabil, dank ihnen landeten die Artikel der Autoren an der richtigen Stelle. „Die Frontend-Entwickler sind dagegen eher die Karosseriebauer und Lackierer, die das Auto so gestalten, wie es der Bauplan vorsieht“, so Hildenbrand weiter.

Entwickelt hat diesen Bauplan – etwa den Aufbau der Seite, das Design, Farben, die Platzierung von Artikeln – ein weiterer Netzstratege: Michael Wallner.

Die Herkunft der Leserinnen und Leser der BNN-Website

Er sorgte auch dafür, dass die neue bnn.de auf Smartphones besonders gut aussieht, aber auch in einer anderen Darstellung auf Tablets und Laptops betrachtet werden kann. Denn das Ziel ist auf allen Geräten das gleiche: Die BNN wollen es ihren Kunden so angenehm wie möglich machen, die Artikel zu lesen.

Für Inhalte auf bnn.de haben sich in diesem Jahr schon fast zwei Millionen Menschen interessiert. Ganz so international wie die Menschen, die an bnn.de arbeiten, sind die Leser freilich nicht: 95,5 Prozent kamen 2021 bisher aus Deutschland – gefolgt von Frankreich (0,7 %), der Schweiz (0,4 %), Österreich (0,3 %), den USA (0,3 %) und China (0,2 %).

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