Was macht glücklich? Die Kolumne #dasauchnoch hinterfragt das Leben. | Foto: imago images / Frank Sorge

Kolumne über das Leben

#dasauchnoch: Worum geht es hier?

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Die Wohnung entrümpeln, so richtig schön „detoxen“, Meditieren lernen, endlich die einzig richtige Ernährungsweise finden oder einfach nur die herrliche Auswahl auf diversen Streaming-Portalen vom heimischen Sofa aus „genießen“ – an Dingen, die unser Leben besser und schöner machen sollen, herrscht kein Mangel.

Im Gegenteil: Die Auswahl ist schier unerträglich groß.

Doch wie viel besser machen die vermeintlichen Errungenschaften unserer Zeit unser Leben wirklich? Werden wir wirklich glücklicher, wenn wir nur innerhalb von acht Stunden essen, morgens meditieren, kaum noch Gegenstände besitzen und „Länder sammeln“, statt anzukommen?

Unsere Kolumnistinnen wagen sich in das Gestrüpp des Lebens. Was macht unser Leben wirklich besser? Wo finden wir das Glück? Was funktioniert, was nicht? So subjektiv ihre Erfahrungen sind, so unterschiedlich sind auch unsere Autorinnen.

Ein Mini-Interview gibt einen ganz guten Einblick, warum das so ist:

Drei Fragen an Christina Fischer

Christina Fischer ist auf der Suche nach Dingen, die das Leben noch ein bisschen besser machen können – oder eben nicht. | Foto: Mori Monteiro

Ist das Glas halb voll oder halb leer?

Im Zweifelsfall ist das Glas eher halb voll. Wichtiger finde ich aber, dass es immer genug zum Nachfüllen gibt.

Was ist wichtiger: der Weg oder das Ziel?

Der Weg ist das Ziel. Das sagte bereits Konfuzius und der muss es wissen. Mir macht es Spaß, Neues auszuprobieren. Ob sich das dann am Ende auch gelohnt hat, ist für mich zweitrangig, solange der Weg Spaß macht.

#dasauchnoch in eigenen Worten:

Kennen Sie den Begriff „Fomo“, die Angst davor, etwas zu verpassen? Mir ist diese Angst sehr gut bekannt und angesichts der schier unendlichen Möglichkeiten, mit denen wir unser Leben bereichern, verbessern oder einfach gestalten können, wird die „Fomo“-Panik nicht gerade gemildert. Trotzdem erlebe ich das als positiv. Es macht Spaß, Neues auszuprobieren, auch wenn die ein oder andere „Niete“ dabei ist. Man bereut immer die Dinge, die man nicht gemacht hat, habe ich gehört. Und manchmal ist ja doch eine echte Bereicherung dabei.

Drei Fragen an Tanja Starck

Tanja Starck fragt sich: Welche Errungenschaften machen Menschen wirklich glücklich? | Foto: BNN

Ist das Glas halb voll oder halb leer?

Kommt drauf an was drin ist. Vom Typ her wäre ich auf jeden Fall bei halb voll. Wenn aber eine bittere Arznei drin ist, möge das Glas doch bitte halb leer sein.

Was ist wichtiger: der Weg oder das Ziel?

Auf jeden Fall das Ziel. Den Weg kann ich mir ja sparen, wenn man Ende das Ergebnis nicht stimmt.

#dasauchnoch in eigenen Worten

Um die Kolumne in meinen Worten zu beschreiben, muss ein Vergleich her. Haben Sie schon mal im Katalog oder Online-Shop bestellt? Dann können Sie sich vorstellen, wie es ist, wenn man das schönste Stück ausgesucht hat und dann eine billig gemachte Kopie erhält. Welch Frust.

Manche vermeintliche Errungenschaft im Leben, kommt für mich genauso daher. Sie klingt allzu toll, aber kombiniert mit den unzähligen weiteren Herausforderungen des Alltags wird es schnell überfordernd. Wenn es hier also ein bisschen grummelig und wenig verständnisvoll zugeht, bitte ich um Verständnis.