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Verliebt in eine Boeing 737-800

Liebe zu Objekten: Flugzeuge im Bauch

Liebe kennt viele Spielarten. Wenn Menschen Gegenstände begehren, nennt man das Objektophilie. Denise liebt einen Flipper-Automaten, Michèle einen Flieger. Unsere Autorin hat mit ihnen gesprochen.
von Sirith Glombik
3 Minuten
von Sirith Glombik
3 Minuten

Denise ist 33 Jahre alt und wohnt in Gelsenkirchen. Sie ist Zerspanungsmechanikerin und hat eine Katze. Ihr Partner ist ein Flipperautomat. Die große Liebe heißt Demolition Man. Denise ist objektophil. Weil sie und Michèle über sehr private Dinge sprechen, möchten sie ihre Nachnamen nicht öffentlich machen.

Objektophil sein, das bedeutet Dinge zu lieben, Gegenstände – und sich sexuell zu ihnen hingezogen fühlen. Für den Berliner Soziologen Rüdiger Lautmann, der sich seit vielen Jahrzehnten mit der menschlichen Sexualität befasst, ist Objektophilie auch nichts anderes als die Liebe zwischen Mann und Frau oder gleichgeschlechtlichen Partnern. Denise sieht das ähnlich: „Wo ein Mann einen anderen Mann liebt, liebe ich eben ein Objekt.“

Auf Facebook gibt es unzählige Foren für Objektophilie. Auch Michèle war mal in so einer Gruppe. Sie ist 31, lebt in Berlin und arbeitet im Einzelhandel. Ihre große Liebe ist seit sieben Jahren der Flugzeugtyp Boeing 737-800.

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