Welche Alternativen es gibt

In welchen Gegenständen oft PFC enthalten sind

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Hätten Sie’s gewusst? In zahlreichen Alltagsgegenständen sind immer noch PFC enthalten – obwohl ihre Verwendung seit einigen Jahren strenger reguliert wird. Das Problem: Firmen müssen PFC auf ihren Produkten nicht deklarieren. Im Zweifelsfall hilft nur eine Anfrage beim Hersteller.

Per- und polyfluorierte Chemikalien sind wasser-, schmutz- und fettabweisend. Sie werden daher besonders gerne in Outdoor- und Funktionskleidung verwendet. Aber sie stecken auch in Gegenständen, die direkten Kontakt zu Lebensmitteln haben, etwa Pfannen oder Coffee-To-Go-Bechern. Die interaktive Grafik zeigt, in welchen Alltagsgegenständen häufig PFC enthalten sind.

Was kann nun der Verbraucher tun, um den Kauf von PFC zu vermeiden? Oft hilft nur die Nachfrage beim Hersteller, ob in einem Produkt PFC enthalten sind. Das muss auf Produkten nämlich nicht angegeben werden.

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Diese Alternativen können Verbraucher nutzen

Für fast alle Verwendungszwecke der PFC gibt es mittlerweile umwelt- und gesundheitsfreundlichere Alternativen – der Rückgriff auf PFC ist also meist nicht zwingend notwendig, sofern es nicht um sicherheitsrelevante Anwendungsfelder (Spezialfeuerlöscher, Enteisung von Flugzeugen etc.) geht.

Das Umweltbundesamt empfiehlt in seinem PFC-Planeten zum Beispiel, Schuhe und Klamotten mit Wollfett statt mit Imprägniersprays aus der Dose zu behandeln. Auch könne eine Schafswolljacke genauso warm halten wie eine Funktionsjacke mit PFC. Wer frisches Gemüse kauft, spart sich den PFC-behandelten Karton der Tiefkühlware. Generell sollen Kunden laut Umweltbundesamt im Laden oder beim Hersteller nachfragen, welche PFC-freien Produkte es gibt.

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PFC: Das Gift in uns
Die Geschichte des größten Umweltskandals Deutschlands – mit seinen Hintergründen, gesundheitlichen Risiken, juristischen Folgen und persönlichen Schicksalen – erzählt dieses multimediale BNN-Dossier. Alle Artikel gibt es auch einzeln auf bnn.de.