Selbstgemachtes sieht nicht nur schön aus, sondern ist auch oft etwas umweltfreundlicher als gekaufte Deko.
Selbstgemachtes sieht nicht nur schön aus, sondern ist auch oft etwas umweltfreundlicher als gekaufte Deko. | Foto: Imago Images

Müll und Energie sparen

Zehn Tipps für nachhaltigere Weihnachten

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Weihnachten, die Zeit des Konsums und des Überflusses. Es wird gegessen, getrunken, geshoppt und verschenkt. Das geht mit viel Müll, einem großen Ressourceneinsatz und hohem Energieverbrauch einher. Dabei geht Vieles auch etwas umweltfreundlicher: Hier sind zehn Tipps für nachhaltigere Weihnachten.

1. Natürliche Deko

Der Advent ist traditionell die Zeit, in der sich Menschen Tannenzweige und -kränze in die Wohnung holen. Doch das duftende Grün ist noch lange nicht alles: Aus Baumscheiben lassen sich Sterne sägen, Mistelzweige sollen Glück bringen und Tannenzapfen sehen, weiß angemalt, wie schneebedeckte Weihnachtsbäumchen aus. Mit etwas Kreativität lassen sich nach einem winterlichen Waldspaziergang jedes Jahr neue Dekoideen aus den Materialien der Natur zusammensetzen – die weder Plastikmüll verursachen, noch den Rest des Jahres im Schrank verstauben.

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2. Zeit statt Zeug schenken

Ein klassischer Tipp, der nicht nur zu Weihnachten wertvoll ist. Wenn die Bescherung vorbei ist, sitzen viele Menschen vor einem Berg an Dingen, über die sie sich kurzzeitig freuen – die sie aber in den seltensten Fällen dringend benötigt haben. Allzu oft landen die kratzigen Socken von Tante Erna oder die geschmacklose Dekofigur des Kollegen für immer ungenutzt im Schrank. Warum nicht stattdessen Gutscheine für gemeinsame Unternehmungen verschenken? Ein Wochenende in einer anderen Stadt, eine Wanderung durch die Berge oder auch nur ein gemeinsam gekochtes Abendessen währen zwar nicht für die Ewigkeit, werden dafür aber bewusst genossen.

 

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Mehr zum Thema: Weihnachtspäckchen per Post, eine gute Idee? – Pro & Kontra

3. Weihnachtszeit ist Reisezeit

Und wenn wir dann schon beim Städtetrip sind: Nicht nur in den Urlaub kann man mit Bus oder Bahn fahren, auch der Reiseverkehr an den Feiertagen selbst kann nachhaltiger sein. Wer die eigene Familie oder die Eltern des Partners am anderen Ende des Landes besucht, kommt entspannter an, wenn er sich nicht im Weihnachtsstau über die Autobahn schiebt. Und spart nebenbei noch etwas COein. Einzige Voraussetzung: Frühzeitig buchen, am besten mit Sitzplatzreservierung.

 

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4. Alternativer Adventskalender

24 einzeln verpackte Schokostücke, kleine Plastikspielzeuge oder sogar teure Kosmetikprodukte? Der Adventskalender ist in den vergangenen Jahren immer größer, teurer und luxuriöser geworden. Nicht wenige Firmen verkaufen Fertigkalender für mehrere hundert Euro. Inhalt: Oft unbrauchbar. Wer den Liebsten eine Freude bereiten möchte, kann zum Beispiel Adventskalender mit schönen Fotos oder Gutscheinen für gemeinsame Aktivitäten verschenken. Oder man nimmt sich selbst jeden Tag etwas vor – und schenkt sich zum Beispiel an einem Tag Zeit zum Lesen, am nächsten einen Gang in die Sauna, am dritten einen Weihnachtsmarktbesuch.

 

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5. Vegane Leckereien

In vielen Familien gehört an Weihnachten eine Gans auf den Tisch – oder der Fondue-Topf, ein Raclette-Grill oder ein saftiger Braten. Das Festmahl gelingt aber auch mit weniger Tierleid und geringerem Ressourcenverbrauch: Vegetarisch oder sogar gleich vegan. Im Internet gibt es zahlreiche Rezepte und Video-Anleitungen für Nussbraten, gefüllten Kürbis und tierfreie Plätzchen. Viele Leckereien wie Lebkuchen, Bratäpfel, Spekulatius und Marzipan sind ohnehin meistens vegan. Und auf dem Weihnachtsmarkt gibt es neben Pommes auch Maiskolben, Maroni, gebrannte Mandeln oder Kartoffelpuffer.

 

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6. Ausgefallene Verpackungen

Wer unbedingt Dinge verschenken und sie unter dem Baum auch noch ansprechend präsentieren möchte, kann zumindest überlegen, ob er am Geschenkpapier spart. Das nämlich wird meistens nicht nur nach einer einzigen Verwendung weggeworfen, es ist als Spezialpapier auch kaum zu recyclen. Stattdessen können Geschenke auch in mehrfach verwendbaren Stoff eingewickelt oder in stabilen Papiertüten überreicht werden. Oder man gestaltet eigene Designs auf umweltfreundlicherem Packpapier. Für schöne Akzente kann auch hier wieder auf die Geschenke der Natur zurückgegriffen werden.

 

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7. Mut zur Hässlichkeit

Ohne einen repräsentativen Baum als Statussymbol ist in vielen Wohnzimmern an Weihnachten nicht zu denken. Der Anbau von Tannen braucht jedoch viel Platz und Zeit. Nur schön gewachsene Exemplare können verkauft werden, der Rest wird häufig geschreddert. Ein Unternehmen aus Berlin versucht, diejenigen Bäume an den Mann oder die Frau zu bringen, die auf dem freien Markt keine Chance hätten: Die „buschige Berta“ etwa, die „potthässliche Pocahontas“ oder die „albtraumhafte Angela“. Wem das zu krass ist, der kann zumindest auf einer regionalen Christbaumkultur nach dem persönlichen Lieblingsstück suchen – und es vielleicht sogar selbst fällen.

 

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8. Es werde dunkel

Das schönste am Advent sind vielleicht die vielfältig dekorierten und beleuchteten Häuser. Was in den Abendstunden eine tolle Atmosphäre schafft, braucht spät in der Nacht aber niemand. Eine Zeitschaltuhr an der eigenen Weihnachtsbeleuchtung hilft, Strom zu sparen und Lichtverschmutzung zu vermeiden. Dann können nicht nur die Nachbarn gut schlafen, man kann auch selbst mit gutem Gewissen ins Bett gehen.

 

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9. Wichteln statt Geschenkeregen

Warum sollte eigentlich jeder jedem etwas schenken? Im Freundes- oder Kollegenkreis und in der Familie lässt sich die Geschenkemenge reduzieren, indem man einfach wichtelt. Jeder zieht also den Namen eines anderen und denkt sich nur für diese Person ein ganz besonderes Geschenk aus. So steht am Ende niemand mit leeren Händen da – aber jeder spart sich Shoppingstress und Geld.

 

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10. Die Impulse ins neue Jahr mitnehmen

Wer all diese Tipps befolgt, hat schon einen enormen Beitrag zum Umweltschutz geleistet. Dann gilt es nur noch, die Besinnung auf das Nötige und nachhaltigere Alternativen zu althergebrachten Gewohnheiten nicht nach dem Weihnachtsfest enden zu lassen. Das neue Jahr eignet sich gut für Vorsätze, auch den ganz normalen Alltag etwas nachhaltiger zu gestalten – sei es mit veganen Süßigkeiten, umweltfreundlichen Verkehrsmitteln oder einer Zeitschaltuhr am WLAN-Router. Vielleicht ist die ein oder andere Veränderung beim nächsten Weihnachtsfest dann schon ganz normal geworden.

 

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