Inspiriert von Matisse: Hans Purrmann verband eine Freundschaft mit dem französischen Expressionisten. Sein Gemälde des Mittelmeer-Städtchens Collioure ist daher Teil der neuen Ausstellung in der Kunsthalle Mannheim. | Foto: pr

Ausstellungen in der Region

Von der Renaissance bis zur Gegenwart

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Matisse, Kneffel oder Hofer – die Namen lassen nicht nur das Herz ausgesprochener Kunstfans höher schlagen. Auch wer nur hin und wieder gerne Gemälde ansieht, kommt in den nächsten Monaten auf seine Kosten. Die Museen der Region laden zu lohnenswerten Schauen ein.

Karlsruhe

Er soll eine der eigenwilligsten Persönlichkeiten der Wiener Kunstwelt sein. Zumindest mit Blick auf die vergangenen Dekaden. Der Badische Kunstverein wendet sich für zwei Monate Heinz Frank zu. Unter dem Titel „Selbst flüssig, klammert sich an überflüssig“ sind in der Karlsruher Waldstraße von diesem Mittwoch an – die Eröffnung ist um 19 Uhr – Werke des 1939 geborenen Künstlers zu sehen. Die Ausstellung dauert bis 1. Dezember. Weitere Infos unter www.badischer-kunstverein.de.

In der Städtischen Galerie beginnen am Mittwoch, 2. Oktober, gleich zwei Ausstellungen. Besucher können sich dadurch mit ganz unterschiedlichen Stilen beschäftigen. Bei „Facetten der Malerei“ geht es um die Kunst zwischen 1960 und 2010. Die Schau „Mit Karl Weysser“ gibt Einblick in das Schaffen des 1833 in Durlach geborenen Landschafts- und Architekturmalers. Beide Ausstellungen enden im Frühjahr nächsten Jahres. Weitere Infos gibt es unter www.karlsruhe.de.

„Die Markgrafentafel“ von Hans Baldung Grien ist vom 30. November an in der Kunsthalle Karlsruhe zu sehen. | Foto: pr

Exzentrische Gemälde, virtuose Zeichnungen und kraftvolle Holzschnitte – dafür steht laut Kunsthalle Karlsruhe der Name Hans Baldung Grien. Das Haus widmet sich vom 30. November an dem Renaissance-Künstler. Als Große Landesausstellung Baden-Württemberg soll die Werbetrommel für einen weniger bekannten Zeitgenossen Albrecht Dürers gerührt werden.

Zwei weitere Ausstellungen ergänzen die Grien-Schau. Für Kinder und Jugendliche organisiert die Kunsthalle eine Begleitausstellung, bei der die jungen Besucher spielerisch in die Gedankenwelt des Künstlers aus dem 16. Jahrhundert eintauchen können – es gilt ein Rätsel zu lösen. Zudem zeigt die Kunsthalle 24 Schwarz-Weiß-Zeichnungen von Marcel van Eeden. Der Niederländer, Jahrgang 1965, ließ sich unter anderem von Baldungs sogenanntem „Karlsruher Skizzenbuch“ zu dieser Serie inspirieren. Die drei Ausstellungen gehen bis 8. März. Weitere Infos gibt es unter www.kunsthalle-karlsruhe.de.

Baden-Baden

Karin Kneffel gehört im Museum Frieder Burda vom 12. Oktober an die Aufmerksamkeit. Die 62-Jährige zählt zu den bekanntesten Künstlerinnen Deutschlands, mit realistischer Malerei hat sie sich einen Namen gemacht. Die Retrospektive läuft bis 8. März. Was Kneffel antreibt, können Kunstinteressierte am 28. November erfahren. Sie unterhält sich in dem Baden-Badener Museum um 19 Uhr mit der Journalistin Julia Voss über ihre Arbeit. Mehr unter www.museum-frieder-burda.de.

Wie Fotos: Das Museum Frieder Burda stellt vom 12. Oktober an Gemälde der deutschen Künstlerin Karin Kneffel aus. | Foto: pr

Ettlingen

Mit einer umfassenden Werkschau präsentiert das Museum Ettlingen den Maler Karl Hofer. Die Ausstellung gliedert sich in zwei Teile. Von Ende Oktober an – der genaue Termin steht noch nicht fest – werden im Ettlinger Schloss rund 40 Werke des gebürtigen Karlsruhers gezeigt. Anfang Mai soll die Schau „Bilder spröder Schönheit“ dann auf 100 Gemälde wachsen. Besucher sehen vor allem Werke, die ab den 1930er Jahren entstanden sind. Weitere Infos gibt es unter www.museum-ettlingen.de.

Selbstbildnis: Im Schloss Ettlingen gehört Karl Hofer von Ende Oktober an die Aufmerksamkeit. | Foto: pr

Pforzheim

Wie reagieren Schmuckdesigner auf die Bildende Kunst? Dieser Frage geht die Pforzheim Galerie vom 20. Oktober bis 1. März nach. Die Ausstellung „Wechselspiele“ ist das Ergebnis eines Projekts der Künstlerin Anina Gröger und rund 60 Schmuckdesignern aus verschiedenen Ländern. Gröger hatte diese animiert, Werke von 14 Stipendiaten der Stiftung Bartels „Zum Kleinen Markgräflerhof“ in Basel zu interpretieren. Die Schau knüpft an eine Ausstellung von 2017 an.

Die Pforzheim Galerie veranstaltet ein Rahmenprogramm. Lesungen und Videoabende sind geplant. Zudem führen Gröger als Kuratorin und verschiedene Künstler durch „Wechselspiele“. Weitere Infos zu der Ausstellung sind online unter www.pforzheim.de zu finden.

Mannheim

Ein großer Name lockt seit einigen Tagen nach Mannheim. Die Kunsthalle hat den 150. Geburtstag von Henri Matisse zum Anlass genommen, den Pionier der Moderne zu würdigen. Besucher sollen anhand von 135 Gemälden, Plastiken, Keramiken und grafischen Arbeiten nachvollziehen können, wie Matisse die Kunst des 20. Jahrhunderts nachhaltig prägte und seine expressive Malerei neue Maßstäbe setzte.
Rund die Hälfte der Exponate stammt von dem berühmten Franzosen, der Rest von Künstlern, die er beeinflusste. Dazu zählen beispielsweise Ernst Ludwig Kirchner, Hans Purrmann und August Macke. Die Ausstellung „Inspiration Matisse“ dauert bis 19. Januar. Weitere Infos gibt es unter www.kuma.art.