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Kommentar zur Staatstheater-Krise

Aus für Peter Spuhler: Allerhöchste Zeit für die Reißleine

Die Entscheidung kam überraschend, aber dennoch keine Sekunde zu früh: Ein Kommentar zum Aus für Peter Spuhler als Generalintendant des Staatstheaters Karlsruhe.

Freier Weg für ein wirklich „neues Staatstheater“: Die absehbare Trennung von Generalintendant Peter Spuhler ermöglicht einen offenen Zukunftsprozess. Foto: Rake Hora /BNN

Erst sah es lange so aus, als bewege sich trotz vieler Gespräche wenig bis gar nichts. Und dann ging alles plötzlich ganz schnell. Die Verkündung der Verwaltungsratsspitze, eine Auflösung des bis 2026 laufenden Vertrags von Peter Spuhler als Generalintendant des Badischen Staatstheaters anzuvisieren, kam überraschend - aber dennoch, wie es im Krimi oft heißt, keine Sekunde zu früh.

Die Nerven bei der Belegschaft des Badischen Staatstheaters waren seit Ausbruch der dortigen Führungskrise bis zum Zerreißen gespannt. Aufgrund der langen Vorgeschichte, die vom bedingungslosen Festhalten der Kunstministerin an dem umstrittenen Generalintendanten geprägt war, war im Theater zunehmend die Angst gewachsen, Ende November einmal mehr vom Verwaltungsrat erklärt zu bekommen, dass man tatsächlich noch bis 2026 mit Peter Spuhler als Chef auskommen müsse – und dass man unter dessen Leitung doch beste Voraussetzungen für einen konstruktiven Reformprozess habe. Doch Spuhlers Image als innovativer Macher und progressiver Vorreiter für Themen wie gesellschaftliche Partizipation, als den ihn die Spitze des Verwaltungsrats lange Zeit unbedingt halten wollte, war angesichts der Vorwürfe gegen seine Amtsführung nicht zu halten und daher auch nicht mehr in die Waagschale zu werfen.

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