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Kommentar zum bundesweiten Warntag

Katastrophen-Warnsysteme sind in der Ortenau veraltet, teuer oder gar nicht vorhanden

Mit viel Trara bewerben Land, Kreis und Kommunen den „Warntag“ am 10. September. Morgens um 11 Uhr sollen alle Sirenen heulen, die Warn-Apps jaulen und Radiosender zur Vorsicht mahnen.

Eine Alarmsirene auf einem Hausdach. Foto: Klaus Müller

Der Warntag wird vor allem Eines zeigen – die Warnkette ist, drei Jahrzehnte nach Ende des kalten Kriegs, löchrig. Und es hadert mit dem Übergang von der analogen zur digitalen Technik.

Nicht ansatzweise alle Gemeinden verfügen über Sirenen

Wer in der zweiten Lebenshälfte angekommen ist, dürfte sich an die regelmäßigen Sirenenübungen seit den Sechzigern erinnern. Da hat es das auch gegeben, nur ohne App und ohne Werbung. Das Bimbam um den Warntag aber spiegelt in keiner Weise wider, wie marode das System ist. Nur 32 der 51 Städte und Gemeinde in der Ortenau verfügen überhaupt noch über betriebsfähige Sirenen. Wann, aus welchem Anlass, und von wem sie ausgelöst werden, ist oft nicht klar.

So hat zum Beispiel die Warn-App Nina erst am Donnerstag wegen Coli-Bakterien im Trinkwasser von Bad Peterstal aufgeheult. Die Sirenen rufen, in manchen Orten, ab und an zur Feuerwehrprobe. Oder auch nicht. Wann werden sie eingesetzt, wenn sie denn überhaupt noch gehen? Bei Feuer? Bei Hochwasser? Bei welchen sonstigen Gefahren? „Es fehlt an einem Konzept“, sagt ein Insider.

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