Skip to main content

Meinung

von Christian Grimm

Kommentar

Die Diskussion um den Spritpreis wird vom Wahlkampf bestimmt

Vor mehr als 20 Jahren forderten die Grünen wenige Monate vor einer Bundestagswahl, dass der Preis für den Liter Benzin schrittweise auf 5 DM steigen soll, um das Autofahren umweltfreundlicher zu machen. Die Forderung brach den Grünen seinerzeit beinahe das Genick. Wie ist das heute?

Annalena Baerbock und die Grünen wollen das Tanken deutlich teurer machen. Das löst heftige Diskussionen in der Politik aus. Foto: Michael Kappeler/dpa

Nur knapp gelang ihnen der Wiedereinzug in den Bundestag. CDU, CSU, SPD und FDP hoffen, dass es auch dieses Mal wieder gelingt, die Grünen mit dem Zank um den Tank zu schwächen. Ihr Ziel: Die Partei als die Vertretung der abgehobenen Großstadtelite darstellen, der die Menschen auf dem Lande und Leute mit wenig Geld egal sind.

Das könnte wieder funktionieren, auch wenn die Grünen heute nicht mehr den Sprung über die 5-Prozent-Hürde fürchten müssen. Die in den vergangenen Wochen rapide steigenden Spritpreise spielen der Konkurrenz der Grünen hier in die Karten.

Wahlkampf ist kein edles Kräftemessen, sondern Nahkampf. Die Grünen müssen sich fragen, warum es ihnen nicht gelingt, die Botschaft zu verkaufen, dass die Menschen das Geld aus dem Sprit-Aufschlag als Bürgergeld wieder zurückerstattet bekommen sollen.

Kostenlos weiterlesen

  • 7 Tage BNN+ lesen
  • Kein Abo, keine Kosten
  • Weniger Werbung

Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Die BNN ist berechtigt, Ihre E-Mail-Adresse zur Information über eigene und ähnliche Produkte (wie BNN+, ePaper oder Zeitung) zu nutzen. Sie können der Verwendung jederzeit hier widersprechen, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen.
nach oben Zurück zum Seitenanfang