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Ein Neubau ist erforderlich

1.000 Feuerwehrleute üben den Atemschutz in Baden-Baden künftig in einer gemeinsamen Anlage

Ein Gebäude im Baden-Badener Stadtteil Oos soll der Standort werden, an dem die Wehren aus der Bäderstadt und dem Landkreis Rastatt Träger von Atemschutzgeräten ausbilden und trainieren.

Das Training ist wichtig: Die Feuerwehren im Stadtkreis Baden-Baden und im Landkreis Rastatt bilden pro Jahr etwa 100 Männer und Frauen an Atemschutzgeräten aus. Künftig wollen sie verstärkt kooperieren. Foto: Berthold Wagner

Die Stadt Baden-Baden und der Landkreis Rastatt wollen eine neue gemeinsame Anlage bauen, in der die Feuerwehren den Gebrauch von Atemschutzgeräten trainieren. Sie ist in dem Gebäude „Im Heitzenacker 10“ in Baden-Oos vorgesehen. Das geht aus der Beschlussvorlage für die Sitzung des Hauptausschusses am Montag, 12. Oktober, hervor.

Die Kosten liegen bei rund 700.000 Euro, zu denen das Land einen Zuschuss von gut 200.000 Euro gibt. Nach Auskunft des Rathauses trägt der Landkreis 80 Prozent der Ausgaben, die Stadt übernimmt 20 Prozent. Der Bauantrag ist bereits gestellt, die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen, sodass die Übungsanlage im zweiten Halbjahr 2021 betriebsbereit sein könnte.

Eine interkommunale Arbeitsgruppe empfiehlt die Kooperation

Eine interkommunale Arbeitsgruppe hatte sich für den gemeinsamen Standort Baden-Baden ausgesprochen. Hintergrund ist, dass der Landkreis seit 1989 im Feuerwehrhaus Kuppenheim eine Atemschutz-Übungsanlage betreibt, in der die Feuerwehrleute des Landkreises ihre Ausbildung absolvieren. Sie ist jedoch nach Angaben der Verwaltung sanierungsbedürftig. Da zudem geplant ist, das Feuerwehrhaus in Kuppenheim zu erweitern, wäre für rund zwei Jahre eine Interimslösung erforderlich.

Die Übungsanlage in der Feuerwache Baden-Baden kommt dafür offenbar nicht infrage. Sie ist die kleinste in Baden-Württemberg. Deren Einbau in das ohnehin räumlich beengte Feuerwehrhaus war 1994 erforderlich, weil die Landesfeuerwehrschule in Bruchsal die Ausbildung zum Atemschutz eingestellt hatte. Nach Einschätzung der Arbeitsgruppe ist die Baden-Badener Anlage zu klein dimensioniert, um dort zusätzliche Ausbildungen und Belastungsübungen vorzunehmen. Zudem gibt es Pläne, die Feuerwache neu- oder umzubauen, sodass die Wehr ebenfalls eine Interimslösung benötigt.

Die Anlage soll in der zweiten Jahreshälfte 2021 betriebsbereit sein

Die Experten empfehlen deshalb dem Stadt- und Landkreis, künftig eine gemeinsame Anlage für Atemschutzübungen zu betreiben. Aus ihrer Sicht sprechen dafür fachliche, aber auch wirtschaftliche Gründe. Das Konzept sieht vor, bestimmte Teile der bestehenden Einrichtungen weiterzuverwenden.

Damit die rund 1.000 Feuerwehrleute (etwa 200 in Baden-Baden und rund 800 im Landkreis), die Atemschutzgeräte tragen dürfen, ihre vorgeschriebenen Belastungsproben absolvieren können, muss die neue Anlage spätestens im zweiten Quartal des kommenden Jahres zur Verfügung stehen. Hinzukommt, dass die betroffenen Feuerwehren derzeit pro Jahr rund 100 Männer und Frauen als Träger von Atemschutzgeräten neu ausbilden.

Das Gebäude war früher eine Funkstation der französischen Streitkräfte

Die Wehren wollen nur etwa ein Viertel des Gebäudes im Heitzenacker nutzen. Es handelt sich dabei um eine frühere Funkstation der französischen Streitkräfte. Die Stadt richtete darin zwischenzeitlich eine Flüchtlings-Unterkunft ein. Mittlerweile dient es in der Corona-Pandemie als Bettenhaus.

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