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Simulation von Szenen

Feuerwehr trainiert in Baden-Badener Atemschutz-Übungsanlage in voller Montur

Die neue Atemschutz-Übungsanlage ist offiziell eröffnet worden. In der Anlage können die Feuerwehrmänner verschiedene Szenarien üben und trainieren. Die Anlage ist ein Projekt des Stadtkreises Baden-Baden und des Landkreises Rastatt.

Schwere Arbeit: In der neun Atemschutzübungsanlage zwängen sich zwei Feuerwehrmänner in voller Montur durch Käfige. Normalerweise ist dieses Szenario auch noch stark verraucht, so dass die Einsatzkräfte ihre Hand vor Augen nicht erkennen können. Foto: Hans Jürgen Collet

Feuer, extreme Hitze und stockfinsterer Rauch - Feuerwehrmänner müssen sich extremen Bedingungen stellen. Bei Bränden dringen die Einsatzkräfte immer wieder in verrauchte Gebäude vor. Das ist keine leichte Sache. Dazu gehört viel Übung und Training.

Deshalb haben die Feuerwehren des Landkreises Rastatt und des Stadtkreises Baden-Baden an diesem Freitag offiziell die gemeinsame Atemschutz-Übungsanlage in Betrieb genommen.

In einer alten Funker-Kaserne in Baden-Baden entstand auf 1.600 Quadratmeter Fläche ein modernes Übungszentrum für die Einsatzkräfte.

Die Ausrüstung wiegt etwa 50 Kilogramm und dazu kommt noch das eigene Körpergewicht.
Christian Pilardeaux, stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Baden-Baden

„Die Ausrüstung wiegt etwa 50 Kilogramm und dazu kommt noch das eigene Körpergewicht“, sagt Christian Pilardeaux, stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Baden-Baden. Die Einsatzkräfte, die unter Atemschutz in verrauchte und in Brand stehende Gebäude gehen, müssen topfit sein.

Dazu gehöre dann auch die Ausbildung in einer solchen Atemschutz-Übungsanlage samt jährlichen Belastungs- und Einsatzübungen. „Hier trennt sich die Spreu vom Weizen“, sagt Pilardeaux.

Es gibt im Landkreis aktuell etwa 800 und im Stadtkreis 200 Atemschutzgeräteträger bei den Feuerwehren. „Jährlich werden etwa 100 neue Atemschutzgeräteträger ausgebildet“, sagt Jürgen Link, Bezirksbrandmeister vom Regierungspräsidium Karlsruhe, während der Eröffnung.

Übungsanlage des Landkreises Rastatt und des Stadtkreises Baden-Baden

Die bisherige Atemschutzanlage des Landkreises war im Keller des Feuerwehrhauses Kuppenheim. Die Anlage hätte aber drei Jahre lang nicht zur Verfügung gestanden, weil das Feuerwehrhaus saniert und erweitert wird.

Die in die Jahre gekommene Übungsanlage im Keller des Feuerwehrhauses Baden-Baden hätte nicht die Kapazitäten dazu gehabt. Deshalb entschieden sich die Verantwortlichen für eine gemeinsame Lösung in der Straße „Im Heitzenacker“.

Im Notfall ist Geschwindigkeit die wichtigste Währung.
Margret Mergen, Oberbürgermeisterin

Oberbürgermeisterin Margret Mergen (CDU) und Jörg Peter, erster Landesbeamte des Landkreises Rastatt, freuten sich über die gute interkommunale Zusammenarbeit.

„Neben der Leitstelle ist die Atemschutz-Übungsanlage ein neues Kapitel, was der Landkreis und der Stadtkreis Baden-Baden aufschlagen“, sagte Mergen. Der Brand im Badischen Hof habe verdeutlicht, wie wichtig im Notfall gut ausgebildete Einsatzkräfte seien. „Im Notfall ist Geschwindigkeit die wichtigste Währung“, sagte Mergen.

Der erste Landesbeamte sprach von einem Meilenstein der interkommunalen Zusammenarbeit. „Die Übungsanlage ist mit modernster Technik ausgerüstet“, so Peter.

In der Atemschutz-Übungsanlage können verschiedene Szenarien durchgespielt werden. In einem Gebäudeteil stehen Käfige, durch die sich die Feuerwehrleute in voller Montur bewegen müssen.

Zu Schauzwecken wird auf den Rauch, in dem sich die Einsatzkräfte normalerweise bewegen, verzichtet. „Wir können sogar einen sehr realen Garagenbrand inklusive beengter Platzverhältnisse simulieren“, erklärt Pilardeaux. Dass die Übungsanlage abseits liege, sei ebenfalls ein Vorteil. „Da können keine Anwohner gestört werden.“

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