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Pläne konkretisieren sich

Autobahnpolizeirevier steht vor Umzug von Bühl nach Baden-Baden

Gemunkelt wird es schon lange, jetzt wird es von offizieller Seite bestätigt: Das Autobahnpolizeirevier soll von Bühl in das Polizei-Hochhaus in Baden-Baden umziehen.

Zuständig für Sicherheit und Ordnung: die Polizei. Rund 1.600 Mitarbeiter des Polizeipräsidiums Offenburg sind für rund 700.000 Einwohner im Einsatz. Foto: Bernd Kamleitner

Das Autobahnpolizeirevier in Bühl wird voraussichtlich nach Baden-Baden umziehen. „Die Verlegung ist konkret vorgesehen“, bestätigt die Sprecherin des auch für Baden-Baden und Bühl zuständigen Polizeipräsidiums Offenburg auf Anfrage. Eine Arbeitsgruppe prüfe derzeit eine mögliche Integration in das Polizei-Hochhaus in der Gutenbergstraße in der Weststadt in Baden-Baden.

Ein konkreter Zeitpunkt für den Wechsel von Bühl nach Baden-Baden wird nicht genannt. Das ist auch von Sanierungsmaßnahmen am Hochhaus abhängig. Derzeit residieren die Beamten der Autobahnpolizei noch in einem in die Jahre gekommenen Wohnhaus in der Fridolin-Sieger-Straße in der Zwetschgenstadt.

Die Immobilie in Bühl ist im Besitz des Landes Baden-Württemberg und gilt schon länger nicht als eine Ideallösung für die Autobahnpolizei. Sie ist für den Autobahn-Abschnitt der A5 zwischen Rastatt im Norden und Appenweier im Süden zuständig. Vermisst werden am Sitz der Autobahnpolizei etwa überdachte Abstellplätze für den Fuhrpark, zudem ist es kein Geheimnis, dass der bauliche Zustand nicht der beste ist. Das bestätigt auch die Spitze Polizeipräsidiums.

„Das bisher genutzte Gebäude entspricht nicht mehr den heute erforderlichen sicherheitstechnischen und räumlichen Anforderungen“, fasst Polizeisprecherin Stürzel gegenüber dieser Zeitung den aktuellen Sachverhalt zusammen.

1.600 Ordnungshüter sind für 700.000 Einwohner zuständig

In der Vergangenheit war auch schon über einen Neubau in Bühl oder Achern gemunkelt worden. Doch durch die Polizeireform sind solche Pläne nicht weiter verfolgt worden. Das Polizeipräsidium Offenburg entstand zum 1. Januar 2014 durch die Verschmelzung der Polizeidirektion Offenburg und Rastatt/Baden-Baden. Es ist für rund 700.000 Einwohner zuständig.

In den angeschlossenen Dienststellen wie den neun rund um die Uhr besetzten Polizeirevieren und den 20 Posten sind insgesamt rund 1.600 Mitarbeiter tätig. In Baden-Baden sind die Ordnungshüter neben dem im Hochhaus untergebrachten Revier noch mit zwei Posten in Oos und in der Stadtmitte vertreten. Geleitet wird das Polizeipräsidium von Reinhold Renter.

Zwischen den Kommunen Ettenheim im Süden, Durmersheim im Norden, Kehl im Westen und Hornberg im Osten wurden im vergangenen Jahr über 42.000 Straftaten und über 18.000 Unfälle aktenkundig. Im Stadtkreis Baden-Baden mit rund 55.000 Einwohnern waren es 5.813 Straftaten, im Landkreis Rastatt mit etwa 231.000 Einwohnern 10.838 und im Ortenaukreis mit rund 430.000 Einwohnern 26.138.

Auch Hochhaus in Baden-Baden ist in die Jahre gekommen

Probleme mit dem baulichen Zustand der Immobilie wie am Sitz des Autobahnpolizeireviers in Bühl gibt es allerdings auch am Polizei-Hochhaus in Baden-Baden. Es hat bereits über drei Jahrzehnte auf dem Buckel. Vor einigen Jahren wurden zwar die Außenfassade und die Umkleideräume renoviert, berichtet Stürzel.

Eine weitere grundlegende Sanierung sei erforderlich, räumt die Polizeisprecherin ein. „Bereits in der konkreten Planung ist hier die Instandsetzung der Raumschießanlage im Keller und der sicherheitstechnische Umbau der Wache und der Gewahrsamsräume.“ Doch die Pläne stehen unter einem Vorbehalt: Die zuständigen Behörden müssen die finanziellen Mittel auch bewilligen.

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