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Die Vorhangfassade war 1954 eine Sensation

Babo-Hochhaus in Baden-Baden: Die Skyline der Kurstadt ist gefährdet

Das Babo ist Baden-Badens einziges Hochhaus. Obwohl das Gebäude mit seiner berühmten Vorhangfassade denkmalgeschützt ist, gammelt es seit zwei Jahrzehnten vor sich hin. Was macht seine Architektur so außergewöhnlich?

Prägt das Stadtbild am Eingang zum Oostal: Das ehemalige Verwaltungsgebäude der französischen Armee im Baden-Badener Stadtteil Oos ist ein Werk von Karl Kohlbecker aus Gaggenau. Foto: Ulrich Coenen

Die Skyline der Kurstadt ist bedroht. Baden-Badens einziges Hochhaus gammelt seit mehr als zwei Jahrzehnten vor sich hin. Nach erfolglosen ukrainischen Spekulanten versucht sich seit 2014 ein türkischer Investor am Bâtiment Administratif de Baden-Oos (kurz Babo).

Das ist aus denkmalpflegerischer Sicht ein Katastrophe, denn die Glasvorhangfassade war, wie der Kunsthistoriker und Denkmalpfleger Clemens Kieser 2002 im Nachrichtenblatt des Landesdenkmalamtes feststellt, „damals ein Novum“.

Von der ursprünglichen Eleganz dieses wichtigen Beispiels der Nachkriegsmoderne ist nichts geblieben. Das Babo gleicht in seinem heruntergekommenen Zustand mit der extrem sanierungsbedürftigen Fassade eher einem Schandfleck. Burgen vertragen Patina und wirken auf heutige Menschen geradezu malerisch. Moderne Architektur verlangt nach ständiger Pflege. Schmutz macht sie hässlich.

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