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Barrierefreiheit besteht nicht

Baden-Baden entscheidet sich für Treppe statt Rampe durch Luxus-Wohnquartier

Es gab viele Diskussionen, wie der Höhenunterschied zwischen der Stephanien- und der Vincentistraße am besten zu überwinden ist. Die Stadträte haben sich nun für eine Lösung ausgesprochen.

Diskussionbedarf: Das Konzept für den geplanten Grünzug durch das neue exklusive Quartier „Jardin du Soleil“ stößt nicht auf ungeteilte Zustimmung. Vor allem der Höhenunterschied des Geländes ist problematisch. Foto: Michael Rudolphi

Bei dem geplanten Grünzug durch das neue Wohnquartier „Jardin du Soleil“ wird es beim ursprünglichen Gestaltungskonzept bleiben. Der Bau- und Umlegungsausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich für den Vorschlag gestimmt, im oberen Teil des Fußweges, der die Stephanien- mit der Vincentistraße verbinden soll, eine Treppe zu bauen, um den Höhenunterschied zu überwinden.

Gegen diese Idee hatte es in der November-Sitzung des Ausschusses Bedenken gegeben. Ein Kritikpunkt war unter anderem, dass eine Treppe keine Barrierefreiheit gewährleiste. Bürgermeister Alexander Uhlig hatte damals den Beschluss vertagt, weil das Thema noch nicht entscheidungsreif sei.

Eine Rampe hätte eine Steigung von rund 16 Prozent

Die Verwaltung hat ihr Konzept inzwischen überarbeitet und eine Alternative erarbeitet. Markus Brunsing präsentierte den Vorschlag, statt der Treppe eine Rampe zu bauen.

„Um rollstuhlgerecht zu sein, hätte diese eine Länge von rund 500 Metern mit mehreren Zwischenpodesten“, erläuterte der Leiter des städtischen Fachgebiets Park und Garten.

Nicht alles, was wünschenswert ist, ist machbar.
René Lohs, FDP-Stadtrat

Zudem hätte diese Anlage eine durchgängige Steigung von etwa 16 Prozent, während der von der Stadt favorisierte Fußweg bis zur Treppe lediglich um etwa zehn Prozent ansteige.

Der Vorschlag der Verwaltung setzt sich durch

Der Bauausschuss sprach sich für die Treppen-Lösung aus. Das sei der sinnvollere Weg, betonte Klaus Bloedt-Werner (CDU). Die letzte Hürde sei fast unüberwindbar, meinte Werner Schmoll (SPD). Wolfgang Niedermeyer (FBB) plädierte dafür, diese Entscheidung zurückzustellen. Ursula Opitz (Grüne) unterstützte dieses Vorgehen.

„Nicht alles, was wünschenswert ist, ist machbar“, sagte René Lohs (FDP). Kurt Jülg (FW) wies darauf hin, eine Rampe sei nicht in die vorhandene Topografie zu integrieren. Hansjürgen Schnurr und Reinhilde Kailbach-Siegle (beide CDU) empfahlen ebenfalls den Verwaltungsvorschlag.

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