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Hamburger Ballett zu Gast

Baden-Baden eröffnet mit „Ghost Light“ von John Neumeier die Festspielhaus-Saison

Der Intendant und Chefchoreograph des Hamburger Balletts stellte am Dienstag sein Stück „Ghost Light“ vor. Am Donnerstag, 8. Oktober, wird damit die Festspielhaus-Saison in Baden-Baden eröffnen. 

Langjährige Weggefährten: Der Festspielhaus Intendant Benedikt Stampa (links) und Chefchoreograph John Neumeier haben bereits mehrmals zusammengearbeitet Foto: Sidney-Marie Schiefer

Balletttänzer, die morgens um zwei vor einem Laptop in ihrer Küche tanzen, und eine Zeit, in der Aufführungen gestreamt werden, haben den international anerkannten Choreographen John Neumeier zu seinem Stück „Ghost Light“ inspiriert.

Neumeier will mit der Aufführung eine Antwort auf das Corona-Abstandsgebot geben. Der Name des Stückes erinnert an eine amerikanische Theater-Tradition, bei der die ganze Nacht ein einsames Licht auf der Bühne brennt und das Betreten der Spielfläche verbietet. „Dieses Licht hat mich an das ewige Licht der Kirche erinnert, das einen Funken Hoffnung spendet“, sagt der Choreograph und muss danach erst einmal tief durchatmen.

Mehrmals musste John Neumeier seine Erklärungen unterbrechen, weil ihm die Tränen kamen. Er sei ein sehr emotionaler Mensch, meint Neumeier von sich selbst, deswegen sei ihm bereits zu Beginn der Pandemie lebende Kunst besonders wichtig gewesen. Er habe das Streamen von Aufführungen zwar immer ermöglicht, sich aber selbst nie angeschaut. Ihn interessierte es, so schnell wie möglich wieder vor Publikum aufzutreten. „Im Notfall hätte ich die Kostüme selber auf die Bühne gebracht“, betont er.

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