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Ausbau der Lade-Infrastruktur

Baden-Badenerin verärgert: Stadtmobil belegt permanent eine E-Ladestation

Ein Stadtmobil steht permanent an der E-Ladestation bei den Kurhaus-Kolonnaden in Baden-Baden. Das sorgt für Ärger. Die Stadtwerke verweisen auf die gestiegene Nachfrage und nennen E-Lade-Alternativen in der Nähe.

Das Stadtmobil steht regelmäßig an der Ladestation bei den Kurhaus-Kolonnaden. Aus Sicht der Stadtwerke ist das ein geeigneter Standort. Edith Sorel ärgert sich, dass die Stromtankstelle ständig belegt ist. Foto: Ralf Joachim Kraft

Die Welle rollt. Gemeint ist ausnahmsweise nicht die Coronawelle, sondern die Elektromobiliäts-Welle. Die Autohersteller sehen im Elektroauto das Fahrzeug der Zukunft. Die Kommunen bauen angesichts der steigenden Anzahl an E-Autos kontinuierlich die Infrastruktur für öffentliche Ladestationen aus.

Auch die Stadtwerke Baden-Baden reagieren auf den weiter steigenden Bedarf. Sie treiben den Ausbau der Lade-Infrastruktur voran. Aktuell stellt der städtische Energiedienstleister 37 öffentliche Ladepunkte im Stadtkreis zur Verfügung. Und es sollen noch mehr werden. Bis Oktober will er ein Elektromobilitäts-Konzept vorlegen.

Gegen mehr Ladestationen hat auch BNN-Leserin Edith Sorel nichts einzuwenden. Im Gegenteil. Wie die Stadtwerke ist auch sie der Meinung, dass die Welterbestadt gerade der auswärtigen Gäste wegen, genügend Lademöglichkeiten vorhalten muss.

„Nun hatten wir jüngst aber Bekannte aus Stuttgart zu Besuch. Sie waren mit ihrem E-Auto hier und wollten es in der Innenstadt aufladen“, erzählt die Baden-Badenerin. „Doch die Ladestation mit den beiden Ladepunkten bei den Kurhaus-Kolonnaden war wieder einmal komplett belegt. Das Stadtmobil steht sogar permanent dort, obwohl es nach zwei Stunden eigentlich geladen sein müsste.“

Weil sich Sorel darüber ziemlich geärgert hat, rief sie bei den Stadtwerken an. „Nachdem ich es mehrfach probiert und endlich auch jemanden am Hörer hatte, sagte man mir, das Auto müsse immer dort stehen. Und zwar für den Fall, dass es mal einer braucht.“ Ihr E-Auto hätten die Bekannten auch in der benachbarten Tiefgarage aufladen können. Dort sei dann allerdings eine Parkgebühr fällig.

Stadtwerke: Ladestation ein geeigneter Stadtmobil-Standort in der Innenstadt

Birgit Rösch von der Abteilung Energiedienstleistungen und Öffentlichkeitsarbeit der Stadtwerke bestätigt auf Anfrage dieser Redaktion, dass an einem der beiden Stellplätze bei den Kolonnaden regelmäßig ein Stadtmobil-Fahrzeug stehe. Dies hänge damit zusammen, dass es für die Nutzer des Car-Sharing-Angebots ein geeigneter Standort in der Innenstadt sei.

Car-Sharing Angebote gehören in jede Innenstadt.
Birgit Rösch, Stadtwerke Baden-Baden

Das Auto könne dort bestmöglich geladen werden. Wenn beide Stellplätze belegt sind, ständen in der Kongresshaus-Garage aktuell drei Wandladestationen, sogenannte Wallboxen, für das Aufladen der E-Akkus zur Verfügung. Drei weitere sollen demnächst in Betrieb gehen. „Car-Sharing Angebote gehören in jede Innenstadt“, betont Rösch. „Diese elektrifiziert bereitzustellen ist aus ökologischer Sicht sinnvoll.“

Weitere Standorte für Stadtmobil-E-Autos befinden sich ihren Angaben zufolge in der Waldseestraße und am Parkplatz hinter dem Festspielhaus. Kunden, die bei Stadtmobil (www.stadtmobil.de) registriert sind, können sich laut Rösch geplant oder auch spontan (Elektro-)Autos reservieren, diese für eine bestimmte Zeit nutzen und sie dann am vereinbarten Ort wieder abstellen. Das Car-Sharing-Angebot der Stadtwerke in Kooperation mit „Stadtmobil“ werde sehr gut angenommen.

„Die Ladestationen werden deutlich stärker frequentiert. Die geladenen Kilowattstunden haben sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt“, berichtet Rösch. Trotz Corona verdoppelt hat sich, wie die BNN unlängst berichteten, ebenso die Anzahl der E-Fahrzeuge in der Bäderstadt und die Anzahl der Kunden für die Ladeinfrastruktur.

Kongresshaus-Garage erhält drei zusätzliche Ladepunkte

„Daher werden in der Kongresshaus-Garage aktuell auch drei zusätzliche Ladepunkte installiert.“ Außerdem, so berichtet Rösch weiter, werden bis Mitte September am Gausplatz zwei Gleichstrom- beziehungsweise DC-Ladepunkte und ein weiterer Wechselstrom- oder AC-Ladepunkt zusätzlich zu den beiden bereits vorhandenen AC-Ladepunkten in Betrieb gehen.

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