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Trotz Ladensterbens und Leerständen

Baden-Badener Einzelhändler-Initiative ist optimistisch für die Zukunft

Die Corona-Pandemie macht vielen Einzelhändlern in der Bäderstadt massiv zu schaffen. Matthias Vickermann ist dennoch überzeugt, dass es Baden-Baden schaffen wird, aus der Krise zu kommen. Worauf setzt er dabei?

Für Matthias Vickermann, den Vorsitzenden der Einzelhändler-Initiative Baden-Baden Innenstadt (BBI), hat die Branche mittelfristig gute Aussichten. Foto: Bernd Kamleitner

Die Corona-Pandemie befeuert das Ladensterben in Baden-Baden. Viele Geschäfte stehen bereits leer.

Matthias Vickermann, Vorsitzender der Einzelhändler-Initiative Baden-Baden Innenstadt (BBI), weiß um die Probleme des stationären Einzelhandels – nicht nur in der Corona-Krise.

Dennoch ist er zuversichtlich, was die Zukunft dieser Branche angeht.

Der Lockdown dauert mittlerweile mehrere Monate. Wie schätzen Sie die Lage ein?
Vickermann

Die Situation ist generell sehr schwierig. Corona ist für viele ein unglaublicher Brandbeschleuniger. Ich befürchte, dass einige Kollegen die Pandemie nicht überstehen werden. Ich ermuntere deshalb die Händler immer wieder zum Online-Geschäft, um diese Plattformen für den Verkauf zu nutzen oder zumindest in den sozialen Medien zu werben.

Wie sind die Aussichten für die Zeit nach der Krise?
Vickermann

Ich bin kein Pessimist. Wenn eine Stadt es schaffen wird, aus der Krise zu kommen, dann ist das Baden-Baden. Mit ihren Attraktionen wie Festspielhaus, Museen und Thermen hat sie ein großes Potenzial, um dem Einzelhandel eine langfristige Perspektive zu bieten. Ich weiß, dass dieser Standort funktioniert. Wenn es mit dem Tourismus wieder läuft, werden die Einzelhändler immer ihr Auskommen haben.

Wird dann wieder alles so sein wie vor der Pandemie?
Vickermann

Ich denke, dass es mittelfristig zu einer strukturellen Bereinigung des Markts kommen wird. In den nächsten Jahren werden wir voraussichtlich 20 bis 30 Prozent zu viel Einzelhändler haben. Das wird auch Baden-Baden treffen. Vor allem für Geschäfte, die etwas außerhalb der Kernzone liegen, könnte es sehr schwierig werden.

Wie kann die Stadt da die Einzelhändler unterstützen?
Vickermann

Sie kann eine Infrastruktur schaffen, die den Handel möglichst attraktiv macht: beispielsweise bessere Zufahrtsmöglichkeiten, mehr Kurzzeitparkplätze und am Samstag kostenfreies Parken in den städtischen Garagen. Zudem muss die neue Fieser-Brücke künftig auf jeden Fall für den Durchgangsverkehr geöffnet bleiben, um die Geschäfte in diesem Quartier nicht abzuschneiden.

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