Skip to main content

Ukrainer unterwegs im Lkw

Baden-Badener sammeln Spenden für Ukraine: Zehn Tonnen Lebensmittel sind auf dem Weg

Zehn Tonnen Lebensmittel und Hygieneartikel sind seit vergangener Nacht auf dem Weg in die Ukraine. Die Spenden für die Ukraine haben private Gruppen und Firmen in Baden-Baden gesammelt.

Kisten über Kisten: Ukrainische Fahrer bringen die Waren dann dorthin, wo sie gebraucht werden. Foto: Christiane Krause-Dimmock

Nicht jammern. Etwas tun. Unter dieser Prämisse rollen aus der Region erste Hilfstransporte in Richtung Ukraine. „Alleine schaffen wir das nicht“, sagt Ekaterina Ivanova vom Mix-Markt und hofft, dass weitere Transporte auf den Weg geschickt werden.

„Wir sind eine private Gruppe“, erklärt sie. Sie spricht von einem sogenannten grünen Korridor, von dem die Helferinnen und Helfer am Mittwoch erfuhren. Daraufhin schickten sie sofort einen ersten Lkw los. „Es wird alles gebraucht.“

Ivanova hofft auf viele Unterstützer, die beim neuen Mix-Markt beim Bertholdplatz eine Anlaufstelle finden sollen. „Wir haben hier einen Korb aufgestellt, in dem wir alles sammeln, was man uns bringt.“ Lebensmittel und Medikamente, das werde dringend benötigt und könne vor Ort nicht gekauft werden.

„Wir packen, was wir bekommen können, und haben Fahrer, die aus der Ukraine stammen, die sich auskennen und vor Ort die besten Aussichten haben, dass unsere Hilfe ankommt.“ Jetzt wird die Ankunft und die Rückmeldung mit Spannung erwartet, während weiterhin gesammelt wird.

Parallel sind in der vergangenen Nacht drei weitere Lkw mit Waren aus dem Murgtal und aus Baden-Baden losgerollt. Auch hier sitzen Ukrainer am Steuer. „Das ist entscheidend“, erklärt Ernst Jürgen Wackenhut, bei dessen Firma in den vergangenen Tagen zahlreiche Anfragen in Sachen Mobilität ankamen. „Kunden und Freunde melden sich gleichermaßen.“

Viele Spenden innerhalb kürzester Zeit

Doch müsse eine solche Aktion gut vorbereitet sein und die Spenden die Chance haben, auch anzukommen, wo sie hin sollen. Als ihn – genau wie Angelo Tortora von der Pizzeria Mamma Lina – am Mittwoch gegen 23 Uhr die Nachricht erreichte, dass die Gaggenauer Metzgerei Krug mit ukrainischen Fahrern einen Hilfstransport plant, waren beide Unternehmer sofort bereit, unkonventionelle Unterstützung zu leisten. „Innerhalb von sechs Stunden ist es uns gelungen, zehn Tonnen Lebensmittel und Hygieneartikel zu organisieren, die in der vergangenen Nacht in Richtung Rumänien aufgebrochen sind.“

Wie es weitergehen wird, das steht noch nicht fest. Doch Ekaterina Ivanova und ihre Freunde wollen unbedingt dran bleiben. „Wir haben Familie und Freunde in der Ukraine und vielleicht können wir ein paar Menschen mit zurückbringen.“

nach oben Zurück zum Seitenanfang