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Ein Dankeschön in einer schwierigen Zeit

Baden-Badens Kommunalpolitiker sind auch an Heiligabend unterwegs

Termine haben Baden-Badens Oberbürgermeisterin Mergen und ihre Dezernenten auch an Heiligabend. Geplante Besuche in Einrichtungen fallen wegen Corona aber aus oder sind nur eingeschränkt möglich.

Guten Appetit: Bürgermeister Alexander Uhlig übergibt Christian Sarazin von der städtischen Müllabfuhr eine Box mit einer zünftigen Brotzeit für die Truppe. Foto: Bernd Kamleitner

Es sind gewachsene Traditionen, die in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie anders als sonst ablaufen. Oberbürgermeisterin Margret Mergen und ihre beiden Dezernenten nutzen an Heiligabend und den Tagen davor eigentlich die Gelegenheit, um die Arbeit der Fachbereiche der Stadtverwaltung und die Tätigkeiten etwa von Feuerwehr, Polizei oder das Personal des Klinikums und anderen Einrichtungen zu würdigen.

Eigentlich. Treffen in gemütlicher Runde mit angeregten Gesprächen sind aber heuer nicht möglich. Doch ganz verzichten möchten die Kommunalpolitiker auf die Besuche nicht. „Es geht um die Geste des Dankes“, betont Mergen.

In vielen Einrichtungen wird auch an Weihnachten gearbeitet

Mitarbeiter von Feuerwehr, Polizei, Klinikum, Stadtwerke und anderen Bereichen gehen auch über Weihnachten und Silvester ihrer Arbeit nach. „Es sind unglaublich viele Menschen an diesen Tagen im Dienst, das ist vielen nicht bewusst“, betont die Rathauschefin.

Ihre Ziele an Heiligabend steuert die CDU-Politikerin zwar auch an diesem Donnerstag an, aber die gewohnten und ansonsten üblichen Besuche in den Einrichtungen und Gespräche wird es nicht geben. „Es wird ein symbolisches Dankeschön“, erläutert Mergen. So wird sie am Eingang des Klinikums in Balg lediglich einen süßen Gruß abgeben.

Besuch im Kloster fällt aus

An der zweiten Station im Stadtteil Ebersteinburg wird sie den Schwestern vom Göttlichen Erlöser „nur kurz zuwinken“. Das an Heiligabend übliche Treffen mit dem Schwester im Kloster Lichtental fällt dagegen komplett aus. Die Äbtissin habe den Wunsch geäußert, wegen der Corona-Pandemie und der Vorgabe, Kontakte möglichst zu meiden, darauf zu verzichten.

Baudezernent Alexander Uhlig wird an diesem Donnerstag bei den Kollegen von der Parkgaragengesellschaft und bei der Netzleitstelle der Stadtwerke vorbeischauen, die an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr besetzt ist. Mit dabei hat er einen Geschenkkorb. In den Tagen zuvor war er unter anderem schon bei den städtischen Gartenbaumitarbeitern und erfreute Mitarbeiter der Müllabfuhr mit einer Brotzeit.

Die ansonsten bei dieser Gelegenheit gemeinsam verbrachte Mittagspause fiel aber aus. „Die machen alle einen Superjob“, findet der Bürgermeister ein Dankeschön an die Truppe mehr als berechtigt. Und:„Wenn die alle nicht wären, würden das die Bürger sehr schnell merken.“

Mit Mindestabstand und Maske

Alle Besuche laufen unter Corona-Bedingungen, also Mindestabstand und mit Maske. „Vor einem Jahr wurde die nur im fernen China getragen“, erinnert der CDU-Kommunalpolitiker an die Anfänge der Pandemie in Asien. Um die Mittagszeit, schätzt Uhlig, sind diese Aufgaben, die ihm sehr am Herzen liegen, an diesem Heiligabend erledigt. „Dann fängt Weihnachten an“, freut er sich auf ruhige und entspannte Festtage.

Sozialbürgermeister muss auf Torte verzichten

Auf ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte wird Sozialbürgermeister Roland Kaiser heute verzichten müssen. Eigentlich genießt er diese Köstlichkeit an Heiligabend bei einem Besuch der Feuerwehr.

„Die Torte wird’s für die Feuerwehr geben, aber Herr Kaiser wird nicht dabei sitzen“, erläutert der Grünen-Politiker. Ein Grußwort hat er bereits per Podcast an die Floriansjünger gerichtet.

Geschenke für Obdachlose

Zum Termin an Heiligabend zählte schon für seine Vorgänger eine Veranstaltung in der katholischen Kirchengemeinde St. Dionys in Baden-Oos. Dort werden traditionell Obdachlose und Menschen, die alleine leben, zu einem Gottesdienst und anschließend zu Kaffee und Kuchen eingeladen. In diesem Jahr fällt die Zusammenkunft aus. Lediglich die Übergabe von Geschenken durch die Caritas wird es in einem kleinen Kreis geben - im Freien.

Ohne Bürgermeister Kaiser, aber mit zehn Geschenkgutscheinen der Stadt für einen Einkauf in einem Drogeriemarkt, die an Betroffene übergeben werden. Viele Menschen, so die Erfahrung von Kaiser, vermissen in diesen Tagen mit massiven Einschränkungen wegen der Pandemie vor allem Gelegenheiten zu persönlichen Gesprächen. „Das ist nicht zu ersetzen“, meint der Bürgermeister.

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