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Integrativer Basketballverein

Das Konzept der United Colors Baden-Baden geht auf - mehr Mitglieder trotz Corona-Pandemie

Beim Integrations- und Basketballverein United Colors Baden-Baden spielen sich Menschen der unterschiedlichsten Nationalitäten die Bälle zu. Ein Konzept, das aufgeht. Trotz Corona hat der Verein Mitglieder hinzugewonnen.

Teilweise sind ganze Freundeskreise dabei: Im Verein UCBB trainiert eine bunte Gemeinschaft, vereint durch die Begeisterung am Sport – im Bild Kinder der U10. Foto: Katrin König-Derki

Die Turnhalle des Markgraf-Ludwig-Gymnasiums bebt geradezu vor Leben. Oder vielmehr: Vor Bällen, die allseits gedribbelt, gepasst, in Körbe geworfen werden, stets begleitet von Rufen und Anweisungen. Es ist ein Dienstagabend, hier trainieren gerade Jugendmannschaften von United Colors Baden-Baden (UCBB), und was die Philosophie des Basketballvereins besagt, ist in der Realität ganz einfach erkennbar: Spieler und Trainer sind unterschiedlichster Nationalität, die „Farben“ vereint.

Ob diese Diversität der Grund dafür ist, dass die Pandemie bisher keinerlei Einfluss auf die UCBB-Mitgliederzahlen hatte, ganz im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen? Das kann Jugendkoordinator Gregor Hnatiuk nicht sagen.

„Fakt ist, dass wir im vergangenen Jahr sogar mehr Anmeldungen für die Probetrainings hatten als je zuvor. Knapp die Hälfte der neuen Interessenten blieb dauerhaft bei uns.“ Sicher spiele auch Mundpropaganda eine wichtige Rolle. „Wir haben teilweise ganze Freundeskreise hier, die haben sich gegenseitig motiviert und mitgebracht.“

Wir haben teilweise ganze Freundeskreise hier, die haben sich gegenseitig motiviert und mitgebracht.
Gregor Hnatiuk, Jugendkoordinator

United Colors Baden-Baden haben sich neu ausgerichtet

Das Konzept des toleranten Miteinanders gehe in jedem Fall auf, Hnatiuk sind keinerlei Fälle von Ausgrenzung oder Mobbing bekannt. „Im Mittelpunkt steht die Begeisterung für den Sport, alles andere ist unwesentlich.“ Die harmonierende starke Gemeinschaft ist sicher eine gute Grundlage für eine gewisse Neuausrichtung des Vereins, die dann doch – auch – mit Corona zusammenhing: Mit dem langen Stillstand des Trainings- und Spielbetriebs wurde die Strategie des Vereins überarbeitet und neu ausgerichtet, wie Hnatiuk sagt.

Im Mittelpunkt steht die Begeisterung für den Sport.
Gregor Hnatiuk, Jugendkoordinator

„Wir beschlossen, vorerst etwas zurückzurudern und uns auf den eigenen Nachwuchs zu fokussieren. Irgendwann möchten wir wieder auf Oberliga-Niveau spielen, aber mit Sportlern aus den eigenen Reihen“, erklärt er. Sie hätten dabei das Luxusproblem, manchmal zu viele Spieler in einer Mannschaft zu haben, wenn wirklich alle zum Training erschienen.

UCBB sind auf der Suche nach weiteren Trainern

„Zum Glück dürfen wir zusätzlich die Turnhalle des Richard-Wagner-Gymnasiums nutzen. Beide Hallen können wir bei Bedarf noch unterteilen. Gerade jetzt in Pandemiezeiten sollten nicht zu viele Leute gleichzeitig zusammen spielen.“

Ein Manko ob der weiter steigenden Mitgliederzahlen sei auch die vergleichsweise begrenzte Anzahl von Trainern. „Wenn dann noch jemand in Quarantäne muss, wird es schwierig. Da sind wir aktiv auf der Suche nach weiteren Mitstreitern.“

Hnatiuk ist nicht nur für die Jugend, sondern auch für das Hygienekonzept von UCBB federführend verantwortlich. Es gelte 2G plus, sagt er. „Alle Anmeldungen und Trainingsteilnahmen verwalte ich digital“, sagt er. „Bisher sind wir mit unseren Maßnahmen sehr gut gefahren, es gab nicht einen Corona-Fall im Sportbetrieb.“ Seit Mai 2021 laufe dieser ansonsten wieder regulär.

„Vor Weihnachten haben wir präventiv zwei Wochen lang auf Spiele verzichtet, weil natürlich schon allein die Reisen zu den Wettkämpfen höhere Risiken bergen und wir die auch für die Familien der Spieler minimieren wollten. Von Verbandsseite her war das kein Problem, wir haben jetzt allerdings ein paar Nachholspiele“, sagt Hnatiuk.

Der UCBB stehe aktuell recht gut da, sagt er in dem Kontext, und nennt exemplarisch die U18 auf Platz vier (Bezirksliga) sowie die Herren I (Bezirksliga) und die Herren II (Kreisliga) jeweils auf Platz zwei. Am Ende berichtet er noch von den Herkunftsländern, die im Verein vertreten seien. „Wir haben unter anderem Polen, Russen, Tschechen, Kroaten, Türken, Mexikaner ...“. Er überlegt weiter und sagt dann schulterzuckend: „Es sind so viele, die kann ich unmöglich alle aufzählen!“

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