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6.300 Quadratmeter großes Grundstück

Bauausschuss gibt grünes Licht für den Abriss des alten SWR-Gebäudes in Baden-Baden

Villen statt Rundfunk: Das ehemalige Technikgebäude des Südwestrundfunks in Baden-Baden soll abgerissen werden, maximal 40 Wohnungen sollen entstehen. Bis es soweit ist, kann es aber noch dauern.

Das ehemalige Technik-Gebäude des Südwestrundfunks in der Moltkestraße 15 wird abgebrochen. An seine Stelle treten vier Punktvillen in prominenter Lage. Foto: Bernd Kappler

Mit einem einstimmigen Beschluss hat der Bauausschuss den Weg für die Neuordnung des ehemaligen in den 70er Jahren errichteten „Hauses der Technik“ des Südwestrundfunks in der Moltkestraße freigemacht.

Am höchsten Punkt der Moltkestraße in prominenter Hanglage am Waldrand gelegen sollen dort vier Wohnhäuser in Form von Punktvillen entstehen.

Wann die Realisierung beginnt scheint aber noch offen zu sein. Verwirklichen will das Projekt die Lumière Wohn- und Gewerbebau in den nächsten Jahren. Wie in der Sitzung zu erfahren war, würde das Baurecht in acht Jahren enden und müsste dann neu beantragt werden.

Ausdrücklich begrüßen Stadtverwaltung und auch der Gestaltungsbeirat das Vorhaben, das die Stadt schon seit 2016 beschäftigt. Die bisherigen Gebäude sollen abgebrochen werden. An ihre Stelle treten auf dem 6.300 Quadratmeter großen Grundstück vier Punkthäuser mit jeweils drei Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss.

40 Wohnungen und 80 Fahrradabstellplätze

Insgesamt sind maximal 40 Wohnungen, je nach Aufteilung, geplant. Die Zufahrt auf das Grundstück erfolgt über die Moltkestraße und führt direkt in die Tiefgarage, wo auch 80 Fahrradabstellplätze vorgesehen sind. Stellplätze für Besucher und die Anlieferung sind laut Beratungsunterlagen oberirdisch im Bereich der Zufahrt von der Moltkestraße aus vorgesehen.

Die quadratischen Gebäude mit je 19,5 mal 19,5 Meter Grundfläche sind ausschließlich der Wohnnutzung gewidmet und werden über je einen Treppenkern erschlossen, heißt es in den Beratungsunterlagen. Jedes der vier Geschosse könne flexibel in ein bis vier Wohneinheiten pro Geschoss unterteilt werden. Die Wohnungen im Erdgeschoss verfügen zudem über private Gärten, die oberen Geschosse über großflächige Balkone oder Terrassen.

Die Fassadengestaltung der vier Baukörper sehen ab dem ersten Obergeschoss eine helle Putzfassade vor. Die Fassade des Erdgeschosses werde aus hellem Naturstein hergestellt.

Wie Kurt Armbruster vom Fachgebiet Stadtplanung darlegte, seien keine Anregungen aus der Öffentlichkeit im Rahmen der öffentlichen Auslegung vorgebracht worden. Die Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen und vorgebrachten Anregungen aus der Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange hätten zu Anpassungen der Planung geführt, von denen die Grundzüge der Planung aber nicht berührt worden seien.

Neuen Gebäude sind nicht einsehbar

Auch die Fragen der „Fernsicht“, die in den Gremien des Gemeinderates im bisherigen Verfahren aufgetaucht seien, seien zwischenzeitlich geklärt. Weder vom Fremersberg noch von der gegenüberliegenden Talseite seien die neuen Gebäude einsehbar. Armbruster: „Man sieht nichts.“ Vorteil der Planung sei auch, dass das ursprüngliche Gelände zum Teil wiederhergestellt werden könne.

In den nächsten Schritten muss jetzt der Gemeinderat dem Vorschlag des Bauausschusses folgen, dann kann an den so genannten Vorhaben- und Erschließungsplan der Knopf gemacht werden. Schließlich folgt das dann abschließende Baugenehmigungsverfahren.

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