Skip to main content

Motorschaden war nur vorgegaukelt

Betrugsopfer aus Baden-Baden berichtet von neuer Masche beim Autoverkauf

Ein Mann will sein Auto verkaufen. Dann der Schock: Die Kaufinteressenten behaupten, der Audi haben einen Motorschaden. Mit sattem Preisnachlass geht der Wagen weg. Der Betrug offenbart sich erst später.

Gut in Schuss: Der Audi A6 von Christian Abel. Käufer gaukelten ihm jedoch einen Motorschaden vor und drückten so den Preis um 6.000 Euro. Foto: Christian Abel

Christian Abel musste erst einmal kräftig durchatmen: Zwei Herren haben gerade seinen zum Verkauf stehenden Audi inspiziert. Beim Starten des Motors registriert einer der Männer Qualm aus dem Auspuff und verweist darauf, dass das Auto eine Menge Öl verlöre. Bei geöffneter Motorhaube verweist der andere auf einen dunklen Ölfilm im Kühlwasser.

Ihr Fazit: Der Wagen hat einen kapitalen Motorschaden. Der Verkäufer ist geschockt. In diesem Zustand willigt er dem Verkauf des Wagens mit einem Nachlass von 6.000 Euro ein. Erst Tage später wird Abel bewusst, was geschehen war. Die Käufer hatten ihn reingelegt. Der Audi-Motor war noch voll funktionsfähig.

Inzwischen ist der Fall auch bei der Kriminalpolizei aktenkundig. Betrug beim Autoverkauf tritt in vielerlei Ausprägungen in Erscheinung, heißt es aus der Pressestelle des auch für Baden-Baden zuständigen Polizeipräsidiums Offenburg. Die Masche mit dem vorgegaukelten Motorschaden wurde in diesem Jahr schon einmal in Oberkirch angezeigt, in den Vorjahren sei sie vereinzelt ebenfalls registriert worden. Eine Betrugsserie im großen Stil sei diesbezüglich aber nicht bekannt. „Ich hatte vorher davon noch nicht gehört“, berichtet auch Abel.

Weiterlesen? Registrieren!

  • Zugriff auf alle Inhalte von BNN+
  • Kostenlos bis Jahresende, kein automatisches Abo
  • Weniger Werbung
Die BNN ist berechtigt, Ihre E-Mail-Adresse zur Information über eigene und ähnliche Produkte (wie BNN+, ePaper oder Zeitung) zu nutzen. Sie können der Verwendung jederzeit hier widersprechen, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen.
nach oben Zurück zum Seitenanfang