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Drei Blindgänger im Wörthböschelpark

Bombenentschärfung in Baden-Baden verläuft wesentlich zügiger als geplant

Früh aufstehen hieß es am Muttertag für rund 1.200 Anwohner des Wörthböschelparks in Baden-Baden. Sie mussten ihre Wohnungen verlassen, weil in der Nachbarschaft drei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft wurden.

Die drei entschärften Bomben wurden abtransportiert. Foto: Bernd Kamleitner

Aufatmen in Baden-Baden: Zügiger als ursprünglich geplant verlief die Bombenentschärfung am Sonntagmorgen in Baden-Baden.

Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes machten drei Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich, die im Wörthböschelpark zwischen der Weststadt und Baden-Oos geortet worden waren. Für die Aktion mussten rund 1.200 Menschen am Muttertag ihre Wohnungen verlassen.

Die Anlieger in einem Radius von 300 Meter um die Fundstellen in der Grünanlage waren aufgefordert worden, ihre Wohnungen bis acht Uhr am Morgen zu verlassen.

Die Polizei fuhr mit einem Lautsprecherwagen durch die Straßen und verlieh mit entsprechenden Durchsagen der Aufforderung Nachdruck. Kräfte von Feuerwehr und Polizei gingen zudem von Haus zu Haus, um zu kontrollieren, ob die Wohnungen tatsächlich verlassen worden waren.

Eine Kleingartenanlage lag ebenfalls in der gesperrten Zone. Alle Anlieger waren zudem aufgefordert worden, an den Fenstern zum Park hin die Rolläden herunterzulassen und lose Gegenstände wie Blumentöpfe von den Balkonen zu entfernen. Für den Fall der Fälle.

Auch das Technische Hilfswerk in Baden-Baden musste sein Areal räumen, weil es im Sicherheitsradius lag. Die THW-Truppe zog mit dem Fahrzeugpark vorübergehend an die Rheintalhalle nach Sandweier. Rund 30 THW-Helfer der Ortsgruppe Baden-Baden waren zudem im Einsatz, um die vielen beteiligten Kräfte unterschiedlichster Organisationen mit Lunchpaketen zu versorgen.

Rettungsorganisationen waren mit 500 Kräften im Einsatz

Insgesamt waren am Muttertag rund 500 Kräfte in Baden-Baden im Einsatz, darunter etwa 200 Polizeibeamte. Auch ein Polizeihubschrauber kreiste über Baden-Baden.

Sven Rasehorn zeigt Zünder. Er hat sie die Bomben mit vier Kollegen entschärft. Jede Bombe hatte zwei Zünder. Foto: Bernd Kamleitner

Die Menschen zeigten sich nach Polizeieingaben diszipliniert. So konnte das Areal im Sicherheitsbereich früher als geplant gesperrt werden, statt gegen elf Uhr bereits gut 20 Minuten früher.

Entschärfung verläuft ohne Probleme

Die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes, der beim Regierungspräsidium Stuttgart angesiedelt ist, waren für die Entschärfung der drei 250-Kilo-Fliegerbomben zuständig. Mitarbeiter einer auf Kampfmittelbeseitigung spezialisierten Firma hatten die gefährlichen Überbleibsel des Zweiten Weltkriegs in den vergangenen Tagen vorsichtig freigelegt. Sie lagerten zwischen drei und fünf Meter tief im Erdreich.

In den drei von der Bäderstadt zur Verfügung gestellten Ausweichquartieren in Schulen herrschte nur sehr mäßiger Andrang. Viele Anwohner hatten schon im Vorfeld anklingen lassen, dass sie sich anderweitig aufhalten würden. Viele nutzen das schöne Wetter zu Ausflügen.

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