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Verband bietet kostenfreie Kurse an

Bridge Club Baden-Baden spielt im Lockdown online

Viermal die Woche treffen sich in Baden-Baden normalerweise die Freunde des Bridgespiels, um aus mindestens vier Partien, die je 15 Minuten dauern, als Siegerpaar hervorzugehen. In der Corona-Pandemie ist das ein wenig anders.

Aufgrund der Corona-Pandemie spielen die Mitglieder des Bridge Clubs Baden-Baden aktuell Online-Turniere. Foto: Gisela Feddema-Schuback

Spaß am Kartenspielen, Interesse an Taktik und Strategie, das sind die Voraussetzungen für Bridge-Spieler. Die Theorie lässt sich nach und nach lernen. Was das Spiel attraktiv macht, sind die hohen Anforderungen Konzentration und strategische Fähigkeiten. Neben logisch-kombinatorischen Aspekten ist im Bridge die Psychologie ein entscheidender Faktor.

Zum erfolgreichen Bridgespiel ist das Eintaxieren des Gegners, seiner Handlungen und die Analyse seiner Spielsituation unerlässlich. Im Gegenzug ist es mit kleinen psychologischen Tricks machbar, den Gegner in die Irre zu führen.

Das war allerdings vor der Corona-Pandemie. Gisela Feddema-Schuback, Vorsitzende des Bridge Clubs Baden-Baden, beschreibt das Vereinsleben aktuell als eher trist. Im Frühsommer 2020 konnten sich die Enthusiasten noch wie gewohnt zum Spiel treffen, ab Juni konnten sie in den Gemeindesaal der Paulusgemeinde umsiedeln.

Im Oktober musste das Präsenzbridge ganz eingestellt werden. Dann kam die Initiative des Deutschen Bridge-Verbands, das Spiel im Internet anzubieten. „Wir haben eine Lizenz bekommen. Dienstags und donnerstags können wir nun an Turnieren teilnehmen“, freut sich die Vorsitzende.

Online-Bridge ist anonymer

Für die Bridge-Enthusiasten ist das Anonyme im Internet trotzdem nicht vergleichbar mit der Möglichkeit, innerhalb des Clubs mit vertrauten Personen zu spielen. Es fehle die Kommunikation und das vor oder nach dem Turnier noch miteinander gemütliche Beieinandersitzen und gemeinsame Zeitverbringen.

Das Spiel ist anonymisiert, nur an den vergebenen Namen können sich die Mitglieder erkennen. „Es ist nicht so wie am normalen Tisch, man spricht nicht miteinander und kann sich nur beim ‚Real-Bridge‘ sehen“, bedauert Gisela Feddema-Schuback. Auch der feste Partner, mit dem man normalerweise spiele, sei online nicht gegeben, er werde zugeteilt. „Der klare Vorteil ist jedoch, dass wir weiterspielen können“, findet die Vorsitzende, die sich schon auf das nächste Spiel vorbereitet.

Neben den Angeboten für aktive Bridge-Spieler bietet der Verband ab 12. April kostenlose Online-Kurse für Einsteiger an (www.bridge-verband-alt.de). Gisela Feddema-Schuback findet das eine geniale Idee. „Normalerweise kann man in der Volkshochschule das Spiel lernen. Wir betreuen dann die Spieler, damit sie reinkommen. Das kann ja leider aktuell nicht stattfinden. Da kommt ein Online-Angebot gerade recht.“

Auch sie ist vor 20 Jahren durch einen VHS-Kurs zum Bridge gekommen. „Man muss einiges lernen, aber das ist der Reiz, je besser man sich auskennt, desto mehr macht es Spaß“, sagt sie heute. Der Verein sei immer bestrebt, neue Mitglieder zu gewinnen.

Wie funktioniert Bridge überhaupt?

Bridge ist ein Kartenspiel für vier Personen und wird mit einem Partner gegen andere Paare gespielt. Man sitzt seinem Partner gegenüber, versucht durch die erste der beiden Phasen des Spieles, das Reizen, möglichst genau vorauszusagen, wie viele Stiche man mit dem gewählten Trumpf erzielen kann. In der zweiten Phase versucht man, die im Reizprozess versprochene Anzahl von Stichen und mehr zu bekommen.

Bridge wird mit einem 52er-Blatt gespielt, die vier Farben heißen: Pik, Coeur, Karo und Treff. Die Wertigkeit der Karten geht von der höchsten, dem Ass, über die Figuren König, Dame, Bube bis hinunter zur Zahl zwei.

Der Bridge Club Baden-Baden (www.bridge-club-baden-baden) wurde im Jahr 1975 gegründet und hat 120 Mitglieder. Gespielt wird normalerweise an vier Tagen pro Woche, dienstags und freitags in der Parkresidenz Bellevue sowie montags und donnerstags im Seniorenwohnheim Gutleuthaus. Für Einzelspieler gibt es eine Partnervermittlung.

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