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2019 Plus bei Übernachtungen

Coronavirus könnte Tourismus in Baden-Baden zusetzen

Baden-Baden ist nach wie vor eine gefragte Reise-Destination. Die Stadt an der Oos registrierte 2019 zum vierten Mal in Folge mehr als eine Million Übernachtungen. Ob dieses Niveau in diesem Jahr so bleiben wird, ist angesichts der sich weiter ausbreitenden Coronavirus-Epidemie mehr als fraglich.

Beliebte Destination: Vor allem deutsche Gäste schätzten 2019 Baden-Baden als Reiseziel. Ihr Anteil lag bei 60 Prozent.. Foto: Schultes

Die Übernachtungszahlen in Baden-Baden sind seit Jahren auf konstant hohem Niveau. Zum vierten Mal in Folge lagen sie 2019 bei über einer Million. Die Stadt an der Oos ist bei deutschen Gästen wieder stärker gefragt. Sie machen rund 60 Prozent aus. Ob dieses Niveau in diesem Jahr so bleiben wird, ist angesichts der sich weiter ausbreitenden Coronavirus-Epidemie mehr als fraglich.

Die Bäderstadt ist nach wie vor eine gefragte Reise-Destination. Die Zahl der Gäste liegt zum vierten Mal in Folge über der Millionen-Marke: 1.132.929 Besucher haben 2019 in Baden-Baden übernachtet. Das ist ein Plus von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie aus der Statistik hervorgeht, die Nora Waggershauser, die Geschäftsführerin der Kur & Tourismus GmbH (BBT), präsentierte. Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg listet 1.014.049 Übernachtungsgäste auf, was einem Anstieg von 0,6 Prozent entspricht.

Eine neues Meldesystem verzögert die statistische Auswertung

Waggershauser erklärt diesen Unterschied damit, dass das Land nur Beherbergungsbetriebe mit mehr als zehn Betten berücksichtige, während die BBT auch die kleineren Betriebe in ihre Auswertung aufnehme.

Apropos Auswertung: Die BBT legte die Zahlen für 2019 relativ spät vor.

Waggershauser zufolge liegt das daran, dass die Stadt im August eine neues Meldesystem für die Kurtaxe eingeführt habe, was die zeitliche  Verzögerung bedingt habe. „Wir wollten einfach warten, bis wir verlässliche Daten haben“, erläuterte die Tourismus-Chefin. Sie verspricht sich von dem neuen System, die Zahlen für die Auslandsmärkte künftig besser differenzieren zu können.

Wir sind insgesamt sehr zufrieden
Nora Waggershauser, Geschäftsführerin der Kur & Tourismus GmbH Baden-Baden

„Wir sind insgesamt sehr zufrieden“, bilanzierte Waggershauser,. Sie machte deutlich, dass der Anstieg bei gleichbleibender Bettenzahl zu verzeichnen war. „Wir wollen nicht quantitativ, sondern qualitativ wachsen“, betonte sie. Die Betriebe müssten sich grundsätzlich darauf einstellen, dass die Gäste nicht mehr so lange blieben.

„Diesen allgemeinen Trend merken wir seit Jahren“, berichtete Waggershauser. Das spiegelt sich auch in den Zahlen wider: 2019 registrierte die Stadt 498.731 Ankünfte, die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag bei 2,3 Tagen.

Die Stadt an der Oos ist bei deutschen Gästen beliebt

Die Stadt an der Oos ist nach wie vor bei deutschen Gästen beliebt. Sie stellen etwa 60 Prozent. Diese positive Entwicklung ist Waggershauser zufolge seit zwei Jahren deutlich zu spüren: „Viele entdecken Baden-Baden neu.“

Russland ist nach wie vor der Top-Auslandsmarkt

Bei den internationalen Märkten machen Besucher aus Russland (zwölf Prozent) und aus den Arabischen Golfstaaten (elf Prozent) nahezu ein Viertel der Gesamtzahlen aus. Auf den weiteren Plätzen folgen Frankreich (plus 11,7 Prozent) und die Schweiz (minus ein Prozent). Deutliche Zuwächse gibt es auch bei Reisenden aus Italien, den Niederlanden, Belgien und Spanien, während die Gäste aus Großbritannien, China/Hongkong und Israel weniger wurden.

Coronavirus-Epidemie bremst den Tourismus

Die Tourismus-Chefin geht davon aus, dass die Zahlen im laufenden Jahr angesichts der sich weiter ausbreitenden Coronavirus-Epidemie deutlich schlechter aussehen werden. Sie erwartet vor allem bei großen internationalen Kongressen viele Absagen. Auch die Hoteliers verzeichneten immer häufiger Stornierungen. „Das Ganze wird an Baden-Baden als internationaler Tourismusstadt nicht spurlos vorbeigehen“, ist Waggershauser überzeugt.

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