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Auswahl aus 64 Sorten

Dahlien-Wahl in Baden-Baden: Kazusa-shiranami ist die Schönste im Land

Wer ist die Schönste im ganzen Land? In Baden-Baden wurde jetzt jedenfalls die schönste Dahlie gewählt. Klarer Sieger ist Kazusa-shiranami.

So sehen Sieger aus: Die Dahlie Kazusa-shiranami wurde nicht nur in Baden-Baden von den Fans gekürt. Foto: Christiane Krause-Dimmock

Dass es echte Lieblinge unter den üppig blühenden Dahlien gibt, zeigte sich bei der Kür der schönsten Exemplare der Saison. Elf Tage lang hatten die Fans des prächtigen Areals in der Lichtentaler Allee Gelegenheit, ihre Stimme abzugeben. Und zwar corona-konform per Email oder direkt im Dahliengarten.

64 Sorten standen dabei zur Wahl, von denen viele erstmals vertreten waren. Dabei entfielen von den 265 abgegebenen Stimmen sieben Prozent auf die großblütige Kazusa-shiranami, eine sogenannte dekorative Dahlie, die 2005 von Yusaku Konishi gezüchtet wurde und ihm bereits 2018 in Baden-Baden große Ehre machte. Gepunktet hat sie auch in anderen Dahliengärten wie auf der Mainau und auf dem Stuttgarter Killesberg, wo sie ebenfalls die Wahl für sich entschied.

Neben der klaren Siegerin in Baden-Baden gab es zwei weitere Pflanzen, die punktgleich abschnitten. Deshalb landeten auf Platz zwei die großblütige US-Züchtung aus dem Jahr 2007 namens Bodacious sowie Elke C. (2006), die ebenfalls schon oft gewonnen hat, wie Gartenamtschef Markus Brunsing erklärte. Auf Platz vier kamen punktgleich die Pompondahlie Happy Blacky (2014), eine Halskrausendahlie aus dem Jahr 2008 namens Michael Rösch sowie Egapark Erfurt mit ihrer gesprenkelten Blüte aus dem Jahr 2018.

Die Wähler kamen übrigens aus ganz Baden-Württemberg, aber auch aus Hamburg, Oldenburg, Berlin und aus vielen anderen deutschen Städten. „Einige Stimmen stammen sogar von Besuchern aus Frankreich, den Niederlanden und Polen“, erklärte Markus Brunsing bei der Ziehung der drei Preise, die in diesem Jahr an Gewinner aus der näheren Umgebung gingen. Diese gingen an Chris Hagen.

Sie erhält eine Ausgabe von „Meine Bilder sind mein Leben“ von Gina Garen, Elisabeth Lorenz aus Baden-Baden gewann ein Exemplar von „Gärten, Parks und wilde Schönheit – Paradiese in Baden-Baden“, während Jim Dandy aus Malsch einen Gutschein für die Geisterführung der BBE erhält.

Straußverkauf bleibt trotz Corona

Auch wenn die Kür nun vorüber ist und die traditionellen Veranstaltungen wie etwa das große Dahlienfest aufgrund der Pandemie gestrichen wurden, bleibt der Garten noch in voller Pracht bis in den Oktober hinein bestehen. Obendrein soll es weiterhin montags und donnerstags die Möglichkeit geben, Sträuße zu kaufen, die der Verein Freunde des Dahliengarten eigens bindet.

Der Erlös hieraus wird in der nächsten Saison wiederum in die Neubepflanzung und Pflege investiert. Das gilt auch für den Knollenverkauf, der am Ende der Saison stattfindet. Am 15. Oktober wird es zuerst einen finalen Sträußeverkauf geben. Mit einem Bon-System haben die Interessenten dabei die Möglichkeit, ihre Sträuße selbst zusammenzustellen. Aus Hygienegründen sollte deshalb eine eigene Schere mitgebracht werden.

Tagsdrauf werden schließlich die Knollen verkauft. „Das ist immer eine sehr turbulente Geschichte“, verweist Markus Brunsing auf die besonderen Umstände, die 2020 gelten. Es wird nicht mehr vor Ort spontan gekauft, sondern per Email vorbestellt. Zwischen 12 und 14 Uhr können diese georderten Knollen dann vor Ort abgeholt und bezahlt werden.

1.700 Dahlien im Garten

Der Dahliengarten mit seinen elypsenförmig angelegten Beeten wird jeweils von Gartenamt geplant und in diesem Jahr mit 1.700 Dahlien bepflanzt. Hinzu kommt eine Beeteinfassung aus Heliotrop und Leberbalsam.

Die Idee für diesen besonderen floralen Akzent in der Lichtentaler Allee, den der Dahliengarten bildet, geht bereits auf das Jahr 1967 zurück. Seit 2005 engagiert sich der Verein um die Finanzierung des Dahliengartens, der zwischenzeitlich städtischen Sparzwängen zum Opfer gefallen war.

2004 hatten Edelgard und Herrmann Späth zu diesem Zweck den Freundeskreis ins Leben gerufen. Mit verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen sorgen die Mitglieder seither dafür, dass die Pflege und Bepflanzung finanziert werden können. Dazu gehört auch die Vergabe von Patenschaften, mit denen sich Betriebe aber auch Privatpersonen durch einen Obolus von 400 Euro an dem Erhalt des Dahliengartens beteiligen können.

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