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Leuchtend gelb

Das hat es mit den Markierungen auf den Pflastersteinen in der Baden-Badener Fußgängerzone auf sich

Sie fallen sofort ins Auge: Die mit leuchtend gelber Farbe umrandeten Pflastersteine in der Baden-Badener Fußgängerzone. Viele davon liegen in der Lange Straße und in der Gernsbacher Straße.

Nicht nur für Stöckelschuhe zu hoch: Eine reparierwürdige Bodenunebenheit in der Fußgängerzone.
Nicht nur für Stöckelschuhe zu hoch: Manche Pflastersteine müssen ausgetauscht werden. Foto: Franz Vollmer

Es erinnert ein wenig an Scrabble, mit viel Phantasie auch an Schiffe versenken. Oder an Schüler, die aus Langeweile die Kästchen ihres Heftes nachzeichnen: Die Rede ist von jenen auffälligen rechteckigen Feldern, die mit leuchtend gelber Sprühfarbe markiert aus der Baden-Badener Fußgängerzone hervorstechen, als wäre es der zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu fällende Baum. De facto geht es jedoch um „punktuelle Reparaturen von Pflaster- und Plattenbelag“, wie es in bestem Amtsdeutsch heißt.

„Die Arbeiten laufen schon seit mehr als einer Woche“, gibt Stadt-Pressesprecher Roland Seiter zu verstehen, sie finden im Rahmen der laufenden Wege-Unterhaltung statt und werden vom Baubetriebshof ausgeführt.

Zwei-Mann-Kolonne prüft Schäden in der Baden-Badener Fußgängerzone

Eine Zwei-Mann-Kolonne prüft laut Seiter, ob die fraglichen Natursteinplatten irreparabel beschädigt sind und ausgetauscht werden müssen oder lediglich wackeln und neu zu fixieren sind. Im Vorfeld wurden die fraglichen Kandidaten vom zuständigen Bauleiter markiert.

Und das kann mitunter ein einzelner „Kamerad“ auf weiter Flur, aber auch ein zusammenhängender Pflasterverbund sein. Da die Stadt ihrer Verkehrssicherungspflicht nachkommen muss, stehen nun mal auch kleinstteilige Operationen auf der Agenda.

Eine exakte Anzahl der reparaturbedürftigen Platten ist schwer zu benennen, aber es komme natürlich schon einiges zusammen, so Seiter. Fakt ist jedenfalls: Der Schwerpunkt liegt in der Langen Straße und Gernsbacher Straße. Dabei sei weniger die Witterung (Regen oder Trockenheit) das ursächliche Problem, Grund sind vielmehr die zunehmenden Anfahrdienste durch den Lkw-Zulieferverkehr. Darunter sei eben auch mal das ein oder andere „Schwergewicht“, für das die Platten substanziell nun mal nicht gemacht seien, so Seiter.

Erneuert werden die Pflastersteine, wenn gerade Zeit ist

Eine konkrete Vorgabe, ab wie vielen Zentimetern Differenz eine Kante zur Stolperfalle wird und ausgebessert werden muss, gibt es nicht. Allerdings weisen die markierten Stellen schon via Augenschein eine deutliche Versenkung auf.

Erneuert werden die Platten übrigens nicht in einem Rutsch, sondern sukzessive nach dem Springerprinzip, „wenn gerade mal Luft ist“. Und im Verhältnis zum „Modus Sindelfingen“ ist das Verfahren ohnehin konventionell: Dort setzt man seit geraumer Zeit bekanntlich auf Zebrastreifen aus edlem langlebigem Carrara-Marmor. Argument: Langfristig gerechnet billiger, als ständig den Oberbelag nachbessern.

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