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Verbot von Großveranstaltungen

Das Oldtimer-Meeting Baden-Baden ist endgültig abgesagt

Das Oldtimer-Meeting in Baden-Baden wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Die Organisatoren prüfen derzeit, ob eine deutlich kleinere Ersatz-Veranstaltung möglich ist.

Bestaunen geht in diesem Jahr nicht: Die Parade der Automobil-Klassiker vor dem Kurhaus Baden-Baden fällt aus. Das Oldtimer-Meeting lockt in der Regel rund 15.000 Besucher an die Oos. Foto: Fabry

Traurige Nachricht für alle Oldtimer-Liebhaber: Das Freilichtmuseum zur Automobilgeschichte vor dem Kurhaus und in der Kaiserallee wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Organisator Marc Culas hat sich aufgrund der jüngsten Verordnungen der Landesregierung zu Großveranstaltungen endgültig entschlossen, das Meeting abzusagen.

Ursprünglich sollte das Treffen, zu dem sich bereits über 300 Teilnehmer angemeldet hatten, am Wochenende vom 10. bis 12. Juli über die Bühne gehen. Doch bereits wenige Wochen nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie war klar, dass dieser Termin nicht zu halten sein würde.

Das Treffen lockt jährlich rund 15.000 Besucher an die Oos

Das Meeting, das Jahr für Jahr rund 15.000 Besucher nach Baden-Baden lockt und das die Badischen Neuesten Nachrichten als Medienpartner begleiten, wäre unter den strengen Auflagen, die zunächst bis Ende August terminiert waren, nicht möglich gewesen. Aus der geplanten Alternative vom 11. bis 13. September wird jetzt aber auch nichts, weil die jüngste Verordnung bis Ende Oktober Großveranstaltungen auf 500 Personen begrenzt.

Die Obergrenze liegt bei 500 Personen am Tag

„Wir haben alles versucht“, betont Culas im Gespräch mit unserer Redaktion. „Es scheitert nicht am Veranstaltungsgelände und an den Hygiene-Vorgaben. Diese Auflagen hätten wir erfüllen können.“ Der Knackpunkt sei jedoch, dass das Regierungspräsidium Karlsruhe als Obergrenze eine kumulierte Besucher- und Teilnehmerzahl von 500 Personen am Tag festlege. Bei 330 angemeldeten Oldtimern mit durchschnittlich drei Personen je Fahrzeug käme das Meeting allein bei den Teilnehmern bereits auf rund 1.000 Personen.

Die Organisatoren wollen keine Geisterveranstaltung

Nach der aktuellen Verordnung wäre nur ein Treffen mit rund 500 Teilnehmern und etwa 160 Oldtimern auf einem abgesperrten Areal ohne Publikum möglich gewesen. „Eine solche Geisterveranstaltung würde Geist und Flair des Meetings kaputt machen und ist deshalb für uns undenkbar“, bekräftigt Culas.

Baden-Badener Organisatoren warten mit Absagen noch ab

Der Organisator ärgert sich vor allem darüber, dass das Oldtimer-Treffen ausfallen muss, während etwa Freizeitparks, die pro Tag mehrere Tausend Besucher zählen, öffnen dürfen. Er verweist zudem auf andere Bundesländer, in denen sehr wohl Großveranstaltungen zulässig seien.

Stadt und Regierungspräsidium setzen sich für das Meeting ein

„Da passen die Dinge nicht richtig zusammen. Aber das sind nun mal die Regeln, an die wir uns halten müssen.“ Er nimmt die Stadtverwaltung und das Regierungspräsidium ausdrücklich in Schutz. Sie hätten für das Meeting gekämpft, seien aber an der 500-Besucher-Grenze gescheitert.

Die Absage trifft auch Gastronomen, Hoteliers und Einzelhändler der Stadt. Culas zufolge generiert das Meeting zwischen 3.000 bis 4.000 Übernachtungen, die mit entsprechenden Umsätzen für die Branche verbunden sind.

Baden-Baden Classics könnte ein kleiner Ersatz sein

Als kleinen Ersatz prüfen die Verantwortlichen nun, Mitte oder Ende September die Baden-Baden Classics zu organisieren. Die Idee ist, 30 bis 40 Fahrzeuge wie Skulpturen in der Fußgängerzone zu präsentieren. Die Abstimmung mit den Behörden läuft noch. „Wir lassen den Kopf nicht hängen“, sagt Culas und hofft, das Oldtimer-Meeting 2021 wieder wie gewohnt am zweiten Juli-Wochenende ausrichten zu können.

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