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Selbsthilfegruppe gegründet

Depressionspatientin aus Baden-Baden hat sich ins Leben zurückgekämpft

Renate Falk hat die Symptome ihrer Depression lange verdrängt und an der Krankheit gelitten, bis hin zu mehreren Selbstmordversuchen. Sie erklärt, wie es soweit kommen konnte und wie sie gelernt hat, mit ihren Depressionen zu leben.

Viele Patienten ignorieren zunächst die ersten Anzeichen einer Depression. Dabei sollten Betroffene aktiv werden, bevor es zu spät ist. Foto: mrmohock / Adobe Stock

Heute geht es ihr wieder gut. Wenn Renate Falk so an ihrem Esstisch sitzt, sieht man auf den ersten Blick nicht, was sie hinter sich gebracht hat. Sie wirkt fröhlich, ausgeglichen. Eine Tasse Kaffee steht vor ihr, hinter ihr duftet ein frisch gebackener Hefezopf auf der Küchenablage. Dass die Mutter von zwei Kindern bereits mehrfach versucht hat, sich umzubringen, mag man da kaum glauben.

„Ich habe funktioniert wie ein Uhrwerk“, sagt sie mit Blick auf ihr früheres Leben. Das war vor 2007, als sie noch gemeinsam mit ihrem Ex-Ehemann die eigenen Reben bewirtschaftete und eine Ferienwohnung führte. Dass es ihr immer schlechter ging, haben weder sie noch ihre Familie gemerkt.

Klar sei sie immer gereizter geworden, habe viel geweint, erinnert sich Renate Falk. Aber sie und Depressionen? Ihr ging es doch gut, sie lebte schließlich in gesicherten Verhältnissen. Welchen Grund sollte sie haben, depressiv zu werden? Die körperlichen Symptome wie Schlaf- und Ruhelosigkeit, Muskelverspannungen und Magen-Darm-Probleme habe sie ignoriert.

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