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Entscheidung fällt Ende Februar

Der Neubau einer Zentralklinik in Mittelbaden rückt näher

Bei der Frage, wie das Klinikum Mittelbaden sich künftig neu ausrichten möchte, zeichnet sich eine Lösung an einem zentralen Standort ab. Der Baden-Badener Hauptausschuss votiert für diese Option.

Bleibt das Krankenhaus in Baden-Baden-Balg erhalten? Dessen Zukunft ist unklar, zumal sich bei der Neuausrichtung des Klinikums Mittelbaden ein Neubau an einem zentralen Standort abzeichnet. Foto: Michael Rudolphi

Der Hauptausschuss des Baden-Badener Gemeinderats hat sich in seiner Sitzung am Montagabend in der Frage um die künftige Neuausrichtung des Klinikums Mittelbaden (KMB) einstimmig für eine Lösung an einem Standort ausgesprochen.

Die Stadträte folgten damit einer Empfehlung der Rathausspitze, die diesen Vorschlag des Struktur-Gutachtens unterstützt.

Die Experten favorisieren bei der Zukunftsplanung einen zentralen Standort. Dieser ermögliche die bestmögliche medizinische Versorgung und sei aus wirtschaftlicher Sicht am sinnvollsten. Die endgültige Entscheidung wird der Gemeinderat am 22. Februar treffen.

Experten plädieren dafür, die Angebote zu bündeln

Nach der Untersuchung von drei möglichen Varianten geben die Gutachter im Hinblick auf die wesentlichen Kriterien Versorgungssicherheit und -qualität, Personal/Arbeitsmarktsituation sowie Wirtschaftlichkeit eine klare Empfehlung für die Ein-Standort-Variante.

Diese habe deutliche Vorteile gegenüber den anderen Optionen. Daniel Herke und Thomas Iber, die Kaufmännischen und Medizinischen Geschäftsführer des KMB, plädierten in der Sitzung ebenfalls nachdrücklich dafür, das medizinische Leistungsangebot zusammenzuführen.

Eine Zentralklinik ermöglicht mehr Spezialisierung

Nach Ansicht der Experten lässt sich an einem Standort beispielsweise die fachliche Expertise des gesamten Personalstamms bündeln. Dadurch sei ein höherer Grad an Interdisziplinarität und Spezialisierung mit kurzen Wegen möglich.

Um medizinische Zentren bilden zu können oder um bestimmte Behandlungen generell anbieten zu dürfen, seien teilweise Mindestmengen an Fallzahlen je Erkrankung erforderlich. Diese seien bei der Konzentration der akutmedizinischen Versorgung an einem Standort am ehesten zu erreichen.

Drei Varianten stehen zur Wahl

Auf dieser Basis werden die beiden Gesellschafter, der Landkreis Rastatt und die Stadt Baden-Baden, demnächst grundsätzlich beschließen, wie das Klinikum sich künftig strukturell ausrichten wird. Dabei stehen folgende Varianten zur Wahl: Erstens: Das KMB erhält die drei derzeitigen Akut-Standorte Baden-Baden, Rastatt und Bühl und saniert diese Häuser. Zweitens: An zwei Standorten entstehen jeweils Neubauten für Klinik-Gebäude. Drittens: Ein Neubau als zentrales Krankenhaus an einem Standort bündelt die gesamten akutmedizinischen Angebote.

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