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Alternative Ausflugsziele

Es muss nicht immer nur die Lichtentaler Allee in Baden-Baden sein

Ausflügler sollten über die Osterfeiertage klassische Ausflugsziele in Baden-Baden wie die Lichtentaler Allee, die Battertfelsen oder die Geroldsauer Wasserfälle meiden. Das empfiehlt die Stadtverwaltung in der Zeit der Corona-Krise. Unendlich viele Alternativen bietet etwa der Stadtwald.

Bitte Abstand halten: Die Stadtverwaltung Baden-Baden empfiehlt,die Lichtentaler Allee über die Osterfeiertage zu meiden. Vorsorglich wurden jedoch schon einmal Schilder angebracht mit der Aufforderung, zwei Meter Abstand zu halten. Foto: Stadtverwaltung
Die Menschen dürfen die Natur und die Stadt neu entdecken, aber möglichst nicht alle auf einmal. Auf diesen Nenner bringt Oberbürgermeisterin Margret Mergen die Devise für die Osterfeiertage. Wie das in der Zeit der Corona-Krise praktisch funktionieren soll, wird sich zeigen. Eine Einbahnstraßenregelung in der  Lichtentaler Allee wird es aber nicht geben.

Vorsorglich hat die Stadtverwaltung am Mittwoch schon einmal dazu aufgerufen, über Ostern beliebte Ausflugsziele wie die Lichtentaler Allee, den Merkur-Gipfel oder die Geroldsauer Wasserfälle zu meiden, weil es dort bei großem Andrang schwierig werden kann, den derzeit geforderten Mindestabstand von  1,5  Metern einzuhalten.

Eine Einbahnstraßenregelung für Spaziergänger ist nach Ansicht der Stadtverwaltung Baden-Baden nicht umsetzbar. Foto: Bernd Kamleitner

Stadt hängt 100 Schilder auf

Die Stadt hat 100  Schilder zu den während der Corona-Epidemie geltenden Regeln  drucken lassen. Sie werden im Bereich der Park- und Gartenanlagen, aber auch an meist gut frequentierten Wanderparkplätzen, wie am Merkurwald, Geroldsauer Wasserfall oder im Bereich des Battert aufgehängt. Wie die Stadtpressestelle informiert, gibt es über die Feiertage regelmäßige Kontrollen.

Spaziergang ohne Gegenverkehr?

Vorschläge aus den Reihen der Bevölkerung,  im Bereich der fast drei Kilometer langen Lichtentaler Allee für die Feiertagsspaziergänger ein Einbahnstraßensystem einzuführen, damit alle Besucher in eine Richtung unterwegs sind und es so keine Entgegenkommenden gibt, werden nicht umgesetzt, teilt die städtische Pressestelle mit.

Stadt: Vorschlag hört sich gut an, ist aber nicht praktikabel

So gut sich  solche  Vorschläge anhören,  sie sind aus Sicht der Verwaltung  nicht praktikabel. Nur mit einer speziellen Ausschilderung und einem erheblichen Aufwand aus Ordnungskräften ließe sich das umsetzen. Hinzu komme, dass die Lichtentaler Allee eine große Zahl von Zugängen hat, die bei weitem nicht alle personell besetzt werden können.  Und was gibt es an Alternativen zu den klassischen Ausflugszielen?

So ist der Naturgenuss in Corona-Zeiten kein Problem. Ansonsten sollten Wanderer einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Foto: Bernd Kamleitner

Mergen verweist etwa auf den Stadtwald. Der biete beachtliche 330 Kilometer abwechslungsreiche Wanderwege im frischen Frühlingsgrün. Darunter sind 110 Kilometer ausgewiesene Mountainbike-Wege.

Für Familien mit Kindern könnten die beiden Wildgehege mit Rotwild und Wildschweinen ein lohnenswertes Ziel sein. Bei den Borstentieren könnten derzeit Frischlinge bewundert werden. An den Gehegen sei genug Platz, um den erforderlichen Abstand unter den zweibeinigen Besuchern einzuhalten, erläutert die Rathauschefin.

Wandern in der Oberklasse: Der Panoramweg zählt zu den schönsten Wanderwegen in Deutschland. Foto: Bernd Kamleitner

Der städtische Forstamtsleiter Thomas Hauck rät zu einer etappenweisen Wanderung über den knapp 45 Kilometer langen Panoramaweg, den man „an drei Tagen gut machen kann“. Wer ihn komplett oder in Teilbereichen wandert oder einfach nur ein Freund des Weges ist, kann sich an der Abstimmung zur Publikumswahl von „Deutschlands schönstem Wanderweg“ beteiligen.

In diesem Wettbewerb konkurriert der Panoramaweg mit weiteren deutschen Mehrtages-, Tages- und Halbtagestouren. Internet: www.wandermagazin.de/wahlstudio .

Genussvolles Wandern im Rebland

Auch das Rebland biete genussvolles Wandern durch die Rebhänge entlang des Osterhasenhäusels mit breiten Wirtschaftswegen und einer einmaligen Aussicht bis hinüber zum Straßburger Münster und auf die Berge der Vogesen, heißt es in einer städtischen Pressemitteilung.

Nicht zu verachten seien zudem die Wanderwege zwischen den Stadtteilen Oos, Sandweier, Haueneberstein, Balg und Ebersteinburg. „Längst haben sich die ersten Frühlingsblütler an das Tageslicht getraut. Schmetterlinge und brummende Hummeln runden die Wandererlebnisse in der Flur ab“, ist weiter zu lesen. Das macht Lust auf Natur.

Rucksack und Picknick

Da es derzeit keine Einkehrmöglichkeiten in den Ausflugsrestaurants gibt, empfiehlt die städtische Pressestelle einen Rucksack mit Picknickdecke samt Kuchen mit Kaffee mitzunehmen.

Oder –wie wäre es mit Baguette samt Käse, feiner Wurst und einem guten Fläschchen Wein aus einem der Weinkeller Baden-Badener Winzer. Der Fantasie sind laut Pressesprecher Roland Seiter keine Grenzen gesetzt.

Schaufensterbummel ist möglich

Letztlich spreche auch nichts gegen einen Schaufensterbummel in der Innenstadt, denn bei einigen Händlern lassen sich Kleidungsstücke und andere Waren telefonisch oder online bestellen. Zudem bieten die 87 vom Gartenamt in der Innenstadt erst aufgestellten Blumentaschen Frühlingsflair.

Restaurants bleiben auch in der Fußgängerzone in Baden-Baden geschlossen. Einige bieten aber einen Lieferservice. Und ein Schaufensterbummel ist immer noch erlaubt. Foto: Bernd Kamleitner

Vorschläge für gemütliche Rundgänge in Baden-Baden finden Interessierte zudem im Pocket-Guide der Kur- und Tourismus GmbH online unter www.baden-baden.com/broschueren . Auch da gilt: Bitte halten Sie den empfohlenen Mindestabstand unbedingt ein, um sich und andere zu schützen.

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