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Tristesse statt großem Gedränge

Festliche Beleuchtung dient als Ersatz für den Christkindelsmarkt vor dem Baden-Badener Kurhaus

Gebrannte Mandeln und Glühwein? Das war einmal. An der Stelle, an der sich vor einem Jahr die Besucher beim Christkindelsmarkt in Baden-Baden drängelten, herrscht wegen der Corona-Pandemie eher beschauliche Ruhe.

Als alles noch normal war: Ein Blick auf den Christkindelsmarkt in Baden-Baden zur Jahreswende 2019/2020. In diesem Jahr ist alles anders - der durch das Coronavirus ausgelöste Lockdown hat die Dinge gründlich durcheinander gewirbelt. Foto: Klaus Schultes

Der Duft von gebrannten Mandeln, die Aussicht auf einen wohlschmeckenden Winzerglühwein - und das alles vor der besonderen Kulisse des weltbekannten Kurhauses in Baden-Baden. Ja, das würde den Besucher an den Kolonnaden und beim Wahrzeichen der Stadt, dem Kurhaus, in diesen Tagen erwarten. Wenn alles normal wäre.

Doch die Corona-Pandemie hat unser Leben ordentlich durcheinander gebracht. Der Christkindelsmarkt, der in den vergangenen Jahren um die 500.000 Besucher anlockte, muss eine der Pandemie geschuldeten Zwangspause einlegen.

Dort, wo sich sonst Menschenmassen drängeln, herrscht in diesen Tagen trotz ansehnlicher Kulisse eher Tristesse. Außerdem laufen im Kurhaus bereits die Vorbereitungen für die Eröffnung des geplanten Impfzentrums.

Vor allem Familien mit Kindern vermissen die Eisbahn

Auch die Eisbahn auf dem Augustaplatz wird von sehr vielen Menschen, vor allem von Familien mit Kindern, schmerzlich vermisst. Der Christkindelsmarkt und die Eis-Arena waren in den vergangenen Jahren in der Zeit um den Jahreswechsel die Anziehungspunkte in der Bäderstadt.

Das schlug sich auch in der Tourismusstatistik nieder. Im Dezember des Jahres 2019 wurden noch 120.000 Übernachtungen in Baden-Baden gezählt. Da leuchteten die Augen der Touristiker. Zuletzt waren bei den Übernachtungen Jahr für Jahr Zuwächse von sechs bis acht Prozent verzeichnet worden. In diesem Jahr geht es nur noch um Schadensbegrenzung.

Weltbekannte Kulisse: das Kurhaus Baden-Baden. Hier wäre eigentlich der Christkindelsmarkt, der wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde. Foto: Bernd Kamleitner

Rekordmarke beim Christkindelsmarkt steht bei 550.000 Besucher

Die Rekordmarke bei der Zahl der Christkindelsmarktbesucher steht übrigens sogar bei 550.000. Ein Grund für die Schwankungen ist die Dauer des Christkindelsmarkt. Je nachdem, wie die Tage fallen, ist er 42 oder auch mal 45 Tage geöffnet.

An Spitzenwochenenden wurden schon bis 150.000 Besucher gezählt, an einem Sonntag einmal fast 70.000. Heuer gilt jedoch: Das war einmal.

Lichtermeer aus 35.000 LED-Leuchten

Trotz der massiven Einschränkungen wegen der Pandemie leuchtet der Kurgarten in der Dämmerung zumindest noch weihnachtlich. 35.000 LED-Leuchten verwandeln das Gelände vor dem Kurhaus und zwischen den Kolonnaden in ein stimmungsvolles Lichtermeer.

Zum ersten Mal sind die 30 Kastanienbäume zwischen den Kolonnaden mit 26 leuchtenden Sternen und 12.000 LEDs geschmückt. Die Organisatoren des Christkindelsmarkts hatten diese Aktion ursprünglich erst für den Markt im Jahr 2021 geplant. Das Projekt wurde um ein Jahr vorgezogen. Neu ist auch die Beleuchtung der acht Säulen des Kurhauses. Diese Lichterketten illuminierten früher die benachbarte Trinkhalle.

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