Skip to main content

Müllsammelaktion

Fridays for Future räumt am Florentinerberg auf

Der Vorsitzende der Gesellschaft der Freunde junger Kunst und die Klimaschützer sorgen gemeinsam dafür, dass der Müll von dem Areal verschwindet.

Aufräumaktion: Die Sammelgruppe bestehend aus Fridays for Future Aktivisten und dem Jungen Jonas Biesinger startete hinter dem Friedrichsbad. Mit dabei Karl-Manfred Rennertz (2.v.r), der tatkräftig mit anpackte. Foto: Christiane Krause-Dimmock

An manchen Tagen sehe es nicht wirklich vorzeigbar aus rund um den Florentinerberg, bedauert der Vorsitzende der Gesellschaft der Freunde junger Kunst. So war es quasi eine glückliche Fügung, dass Karl-Manfred Rennertz auf das Fridays for Future-Team stieß. Eine echte Symbiose, wie sich am vergangene Wochenende zeigte.

Denn die jungen Leute zeigen ein sehr originäres Interesse an der Zukunft. Nicht nur große Dinge gilt es auf weltpolitischer Ebene zu rocken. Auch die eher kleinen und dennoch wichtigen Sachen müssen angepackt werden. In diesem Fall mit einer langstieligen Zange zum Müllsammeln. Denn der Nachwuchs sorgt nun zusammen mit der Gesellschaft der Freunde junger Kunst für Ordnung rund um das Alte Dampfbad und den Florentinerberg. Denn dieses Umfeld nebst der vielen Terrassen dient noch bis Ende Oktober einer Open Air-Ausstellung, die sehr gut besucht wird.

Vor allem in den Abendstunden wird Müll hinterlassen

Zwar sorge die öffentliche Hand dafür, dass regelmäßig Ordnung geschaffen wird. Doch leider halte dieser Zustand oft nur wenige Stunden an. Denn die teilweise geschützt angelegten Terrassen sind offenbar besonders in den Abendstunden sehr beliebt, was sich angesichts der Hinterlassenschaften ablesen lässt.

Nachdem die Fridays for Future-Gruppe bereits in der Vergangenheit von sich reden machte, als sie etwa im Rebland der Vermüllung an Straßenrändern und Plätzen entgegenwirkte, war der Kontakt zwischen der Sprecherin Pauline Roth und Karl-Manfred Rennertz sehr schnell hergestellt, ein Termin gefunden und obendrein das notwendige Equipement angeschafft worden. Gekrönt hat Karl-Manfred Rennertz – quasi als kleines Dankeschön – das Ganze mit von ihm selbst gebackenem Kuchen, ehe es losging.

12-Jähriger Umweltschützer hilft mit

Die jungen Klimaaktivisten, die übrigens alle im näheren Umfeld Schulen besuchen, bekamen tatkräftige Unterstützung von Jonas Biesinger. Der Zwölfjährige ist schon seit längerer Zeit mit dem gleichen Ansinnen unterwegs und erschien am Treffpunkt Alter Marktplatz mit eigener Ausrüstung, zu der unter anderem auch ein Handwagen gehört, gerade so dimensioniert, dass er ihn selbst tragen kann, wenn es notwendig wäre.

Der Wagen beinhaltet aber auch Hilfsmittel und den gesammelten Unrat. „Den hatte ich mir extra zum Geburtstag gewünscht“, macht er deutlich, dass er noch vieles vorhat. So würde er etwa gerne über einen bestimmten Zeitraum etwa in Steinbach auf dem Edeka-Parkplatz alle Zigarettenkippen einsammeln und sie in einem großen gläsernen Gefäß präsentieren. Das könnte den Wegwerfern vielleicht vor Augen führen, wie viel Müll sie mit ihrer Unachtsamkeit produzieren. Denn auch diese kleinen Dinge sollten korrekt entsorgt werden, findet der Zwölfjährige.

Künstlervereinigung ist bei Aktion dabei

Es schlossen sich jedoch auch andere Personen der kleinen Gruppe an, die trotz mächtiger Hitze, die auf dem Areal herrschte, wacker loszog. Einige Mitglieder der Künstlervereinigung griffen ebenfalls zu Sammelzangen und Müllsäcken, um ihr Scherflein zur Ordnung beizutragen.

„Von Turnschuhen über Kleidungsstücke, ein Buch, Müll und einer vollständigen Pizza haben wir alles mögliche gefunden“, erklärte Pauline Roth am Ende. Man werde das sicherlich nochmal in absehbarer Zeit wiederholen. „Denn schließlich haben wir ja jetzt die guten Zangen, die uns Herr Rennertz spendiert hat.“

nach oben Zurück zum Seitenanfang