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Interview

Für Baden-Badens OB hat die Versorgungssicherheit Priorität

Margret Mergen ist als stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende des Klinikums Mittelbaden in verantwortlicher Position an der künftigen Ausrichtung des Krankenhaus-Verbundes beteiligt. Welche Meinung sie dazu hat, verrät sie im BNN-Interview.

Klare Haltung: Für OB Margret Mergen ist die Standort-Diskussion zum jetzigen Zeitpunkt viel zu früh. Foto: Christiane Haumann-Frietsch

Für Oberbürgermeisterin Margret Mergen steht die Versorgungssicherheit und die Erreichbarkeit an erster Stelle.

Sie plädiert dafür, die Standortfrage erst nach einem entsprechenden Grundsatz-Beschluss zu klären.

Welche Variante bevorzugen Sie – drei, zwei Standorte oder ein Standort – und warum?
Margret Mergen

In einem ausführlichen Struktur-Gutachten wurden in den vergangenen Monaten die verschiedenen Möglichkeiten analysiert. Unter Berücksichtigung aller Faktoren spricht vieles für einen zentralen Standort. Ein Zentral-Klinikum würde die langfristige Versorgungssicherheit in unserer Raumschaft gewährleisten und wäre wirtschaftlicher als die anderen Varianten. Wirtschaftlichkeit hat in diesem Zusammenhang nichts mit Profit zu tun, sondern es geht um eine solide und nachhaltige Finanzierung unserer Gesundheitsversorgung. Das Klinikum Mittelbaden ist in kommunaler Trägerschaft und soll es auch zukünftig bleiben, dafür müssen wir es stark machen für die zukünftigen Herausforderungen. Die Entscheidung über die künftige Ausrichtung wird demnächst in den Gremien getroffen.

Wieso wäre Baden-Baden der perfekte Standort für ein Großklinikum?

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Was würde es bedeuten, wenn die Wahl nicht auf Baden-Baden fiele?
Margret Mergen

Sollte die Entscheidung zu Gunsten einer Einstandort-Lösung fallen, geht es um die Auswahl eines Standorts. Dabei stehen die Versorgungssicherheit und die bestmögliche Erreichbarkeit bei der Standortwahl an erster Stelle. Ziel ist es, dass mindestens 90 Prozent der Bevölkerung im Stadtkreis Baden-Baden und Landkreis Rastatt beziehungsweise unserer Region innerhalb von 30 Minuten die Klinik erreichen können. Zur Standortfrage gibt es deswegen eine klare Vereinbarung im Aufsichtsrat des Klinikums. Zunächst steht die Grundsatz-Beschlussfassung in den Gesellschafter-Gremien an und darauf aufbauend wird über etwaige Standortfragen gesprochen. Deswegen bitte ich um Verständnis, dass ich mehr zu den beiden Fragen derzeit nicht sagen kann.

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