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Profitiert Investor von Gerüchten?

Geldwäsche-Ermittlungen gegen Grenke: „Kommt Angriff auf deutschen Mittelstand gleich“

Die Finanzaufsicht ermittelt wegen möglichen Bilanzbetrugs gegen den Dienstleister Grenke aus Baden-Baden. Ein Ex-Aufsichtsratsmitglied hält die Vorwürfe für unvorstellbar. Ein Vertreter der Wirtschaftsregion Nordbaden-Rhein-Neckar redet gar von Rufmord.

Mittlerweile ermittelt die Finanzaufsicht gegen die Grenke AG mit Sitz in Baden-Baden. Foto: Uli Deck picture alliance/dpa

Im Sommer hat Sven Giegold einen Wettbewerb gestartet. Man konnte dem EU-Abgeordneten Finanzskandale schicken. Dem Gewinner winkte eine Reise nach Brüssel. Es gab nur zwei Bedingungen: Es muss mehr als eine Million Euro Schaden entstanden sein – und die Finanzaufsicht darf den Fall bislang nicht aufgedeckt haben. 71 Skandale kamen zusammen. Ein Herr K. darf nun nach Brüssel reisen. Doch das ist aus Sicht Giegolds die einzige gute Botschaft. Der Finanzexperte der europäischen Grünen glaubt, dass der Finanzaufsicht Bafin so einige Fälle verpasst. Der Fall Grenke aus Baden-Baden könnte der nächste sein.

Haben Scholz und Schäuble einen Papiertiger geschaffen?

Könnte. Es wird noch untersucht, was an den Manipulationsvorwürfen gegen den Finanzdienstleister dran ist. Doch für Giegold würde es in eine ganze Reihe der Fälle passen, in denen die Finanzaufsicht geschlafen hat. „Wir haben keine starken staatlichen Aufseher“, sagt der 50-Jährige.

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