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Zurück nach Corona-Pause

Genussmesse Fine in Baden-Baden: Die Besucher probieren sich gerne durch

Die Fine versteht sich als Plattform für handverlesene Produzenten, Manufakturen und Händler. Nach zwei Jahren Corona-Pause ist die Genussmesse in Baden-Baden jetzt zurückgekehrt.

Eine Messe.
Rückkehr nach zwei Jahren Corona-Pause: Schon kurz nach der Eröffnung ist am Freitagnachmittag auf der Fine im Kurhaus viel los. Foto: Karlheinz Fischer

„Diesen Käse hier müssen Sie unbedingt probieren, der ist einfach herrlich“, sagt eine Besucherin der Genussmesse Fine. Wie sehr sie die Kostprobe genossen hat, ist unübersehbar. Überall im Obergeschoss des Kurhauses werden Köstlichkeiten für Gaumen und Augen probiert und begutachtet. Schon wenige Minuten nach der Eröffnung am Freitagnachmittag drängen sich Menschen um die Stände.

Nach der zweijährigen Corona-Pause hat die Genussmesse offenbar nichts an ihrer Attraktivität eingebüßt. Über 90 Aussteller präsentieren ihre Angebote zu den Themen Essen, Trinken und Lebensart im Bénazetsaal, im Foyer, im Konferenzraum, im Runden Saal und im Wintergarten. Hier können die Besucher die Aussteller, die oft auch die Produzenten sind, persönlich kennenlernen.

Genussmesse Fine: Angebot dreht sich nicht nur um die Kulinarik

Die Fine versteht sich laut Eigenbeschreibung als „Plattform für handverlesene Produzenten, Manufakturen und Händler“. Kleider, Hüte, Schuhe, Kosmetik, Uhren, Schmuck, Einrichtungen, Dekorationen und Ideen für Weihnachten sind ebenso zu finden wie kulinarische Köstlichkeiten. Letztere stehen dabei klar im Vordergrund. Und die Besucher langen gerne zu.

Die Aussteller sind erleichtert, dass die Fine nach zweijähriger Corona-Pause wieder stattfindet. „Ich bin so froh, dass die Messe wieder da ist. Wir haben sie sehr vermisst. Es gibt hier so eine tolle Auswahl“, sagt Ellen Boos aus Steinbach und lädt dazu ein, ihren Gin aus eigener Produktion zu kosten.

Wichtig ist, dass wir Fahne zeigen.
Thomas Goth, Weinberg am Mauerberg

In der Tat, die Auswahl gerade an alkoholischen Spezialitäten ist überwältigend. Sie reicht von den verschiedensten Bränden und Likören aus der Region bis zu Wein aus ganz Europa, sowohl aus biologischem als auch aus konventionellem Anbau. Zu den Besonderheiten zählt da sicher das kleine Bio-Weingut Liebich aus Sinzheim-Ebenung, das seit 2013 mit pilzresistenten Rebsorten arbeitet.

Premiere auf der Fine hat beispielsweise das renommierte Weingut Sauska aus Ungarn mit hochwertigen Sekten – auch in Großflaschen. Zu den Ausstellern, die zum ersten Mal auf der Messe sind, zählt auch das Baden-Badener Weinhaus am Mauerberg aus Neuweier, das aus der ehemaligen Baden-Badener Winzergenossenschaft hervorgegangen ist. Für Geschäftsführer Thomas Goth geht es bei dem Messeauftritt nicht darum, möglichst viel Wein zu verkaufen. „Wichtig ist, dass wir Fahne zeigen. Wir wollen den Rebländer Wein rüber tragen in die Kurstadt“, sagt er.

Neue Kurhaus-Gastronomie feiert in Baden-Baden Premiere

Andere Aussteller haben andere Prioritäten. Für die Wasgau Ölmühle aus der Pfalz etwa, die unter anderem biologische Leindotteröle und damit erzeugte Nebenprodukte wie Nudeln anbietet, steht das Verkaufsergebnis während der Messe im Vordergrund. „Wir müssen mit dem Verkaufserlös mindestens auf unsere Kosten kommen“, sagt Timo Keller. Er ergänzt: „Wenn wir hinterher etwas bekannter sind, dann ist das ein erfreulicher Nebeneffekt.“

Zur Messe gehörte auch ein ansprechendes Rahmenprogramm. So zeigt das Ettlinger Marionetten-Theater „Schnurstrax“ mehrere Vorführungen. Eine weitere Premiere auf der Fine ist die Betreuung des Messe-Restaurants durch die hauseigene Kurhaus-Gastronomie „Hectors“.

Das „Hectors“ war erst im September 2022 nach sieben Monaten Umbauarbeiten in neuem Glanz im Kurhaus Baden-Baden eröffnet worden. Auf der Fine bewirtet das Team die Gäste auf der Empore im Bénazetsaal. Wer nur eine kleine Kaffeepause einlegen möchte, der findet im Runden Saal die „Life & Coffee“-Kaffeerösterei mit einer Kaffeebar.

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