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Debatte bei Stadtentwicklung

Gestaltungsbeirat hat immer noch Bedenken beim Bauprojekt an Baden-Badener Moltkestraße

Die Verhandlungen gehen in die nächste Runde. Der Gestaltungsbeirat sichtet neue Designvorschläge und die Vorsitzende Stefanie Eberding übt erste Kritik.

Und wieder ein neues Baumodell: So stellen sich die Investoren die vier Mehrfamilienhäuser an der Moltkestraße vor.
Und wieder ein neues Baumodell: So stellen sich die Investoren die vier Mehrfamilienhäuser an der Moltkestraße vor. Foto: Henning Zorn

Die Neubebauung eines der interessantesten Baugrundstücke Baden-Badens in attraktiver Höhenlage an der Moltkestraße zieht sich weiter hin. Der Gestaltungsbeirat sah in seiner jüngsten Sitzung zwar Fortschritte bei der Planung der vier Mehrfamilienhäuser, äußerte aber weiterhin grundsätzliche Bedenken.

In fast jeder Sitzung, in der sich der Gestaltungsbeirat mit dem Projekt auf dem Grundstück Moltkestraße 15 (ehemaliges „Haus der Technik“ des SWR) befasst, werden von den Planern veränderte Baumodelle präsentiert. Doch der Prozess der Annäherung ist schwierig.

Eigentlich schien schon vor einiger Zeit mit einem Vorhaben- und Erschließungsplan und einem Durchführungsvertrag alles geregelt zu sein, doch nach einem Eigentümerwechsel wurde eine veränderte Planung vorgelegt, die Befreiungen von Planungsfestsetzungen und zusätzlich Vertragsänderungen erfordert. Und da liegen Investoren und Stadtverwaltung weiterhin noch nicht auf einer Linie.

Kritik für neue Baupläne in Baden-Baden

In der jüngsten Sitzung des Gestaltungsbeirats präsentierte ein nun eingeschalteter Landschaftsarchitekt eine detaillierte Planung der Außenanlagen mit deiner Wegeführung auf dem Grundstück. Dies stieß im Gestaltungsbeirat durchaus auf positive Resonanz. Die Vorsitzende Stefanie Eberding freute sich, dass hier die Empfehlungen des Gremiums beachtet worden seien und sprach von einer Weiterentwicklung.

Mit dieser Höhenentwicklung können wir nicht leben
Stefanie Eberding, Vorsitzende Gestaltungsbeirat

Doch sie und Beiratsmitglied Annette Rudolph-Cleff machten ebenso deutlich, dass die architektonische Planung noch unakzeptable Dinge enthält. Dies betrifft einmal die Stellung des ersten Hauses hin zum Lenauweg. Vor allem aber kann man sich nicht damit abfinden, dass die Baukörper nach der Neuplanung nun größtenteils nicht mehr vier- sondern fünfgeschossig in Erscheinung treten. „Mit dieser Höhenentwicklung können wir nicht leben“, betonte Eberding.

Die Investoren haben somit wieder Stoff zum Nachdenken mit auf den Weg bekommen. Bürgermeister Alexander Uhlig erinnerte sie noch daran, dass die Planungsänderungen eine Entscheidung des Gemeinderats erfordern. Und die Stadträte würden schon sehr darauf schauen, was der Gestaltungsbeirat dazu sagt.

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