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Vermutlich Vandalismus

Hirschstatue in Baden-Baden verliert Teil des Geweihs

Nun hat es den Hirsch am Eingang der Baden-Badener Gönneranlage erwischt. Das mächtige Geweih ist abgebrochen. Oder wurde es abgebrochen?

Hirschskulptur mit abgebrochenem Geweih
Vermutlich wurde die Skulptur bei einem illegalen Kletterversuch beschädigt. Jetzt muss der Steinmetz ran. Foto: Monika Zeindler-Efler

Einem der beiden Hirsche, die das Portal zur Gönneranlage bewachen, fehlt ein Teil des mächtigen Geweihs. „Es dürfte nicht von allein runter gefallen sein“, vermutet Gartenamtsleiter Markus Brunsing.

„Wir gehen davon aus, dass es beim Kletterversuch eines unliebsamen Gastes abgebrochen ist.“ Wie in solchen Fällen üblich, sei Anzeige gegen unbekannt erstattet worden, „was meist zu nichts führt. Aber vielleicht gibt es irgendwann ja doch einen Hinweis, der zum Übeltäter führt“, hofft Brunsing.

Glück im Unglück: Das abgebrochene Geweih ist gefunden und gesichert worden. „Es lag neben der Skulptur“, so der Gartenamtschef: „Es ist unbeschädigt und am Stück, sonst wäre die Reparatur sehr schwierig geworden.“

Immer wieder Schäden durch Vandalismus in Lichtentaler Allee

Beim Betrachten der Verschraubung habe sich gezeigt, dass ein Herabfallen des Skulpturenteils ohne Fremdeinwirkung wohl ausgeschlossen werden könne. „Das ist sehr, sehr unwahrscheinlich“, sagt Brunsing.

Der Schaden sei schon vor etwa drei Wochen entdeckt worden. Das Geweih liegt im Gartenamt. Ein Steinmetzbetrieb habe sich mittlerweile Skulptur und Bruchstück angeschaut und eine Reparatur in den kommenden Wochen angekündigt.

„Ob es im August noch gelingt, ist fraglich, aber auf eine Woche mehr kommt es nicht an“, so der Gartenamtschef. Immer wieder kommt es in den Parkanlagen der Lichtentaler Allee zu Vandalismusschäden – auch der Pavillon beim Dahliengarten war in der Vergangenheit schon häufig beschädigt und wieder aufwendig repariert worden.

Gönneranlage in Baden-Baden wird nachts bewacht

„Die Gönneranlage wird in den Abendstunden von einem Wachdienst abgeschlossen. Noch vor Einbruch der Dunkelheit“, erklärt Brunsing: „Sonst sieht man nicht mehr, ob sich noch jemand in der Anlage aufhält.“

Die beiden am Haupteingang zur Gönneranlage thronenden Hirsche wurden 1912 gefertigt, drei Jahre nach Fertigstellung des Parks. Sie stammen ebenso wie der Josephinenbrunnen vom Münchener Bildhauer Josef Flossmann, erläutert Brunsing.

Die Anlage selbst, benannt nach dem Baden-Badener Oberbürgermeister Albert Gönner, wurde von Architekt Max Laeuger entworfen.

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