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Kindertagesstätten und Grundschulen

In der Notbetreuung in Baden-Baden gibt es noch Platzreserven

Viele Eltern in Baden-Baden organisieren im Lockdown die Kinderbetreuung offenbar selbst. Die Auslastung der Notbetreuung in Kitas und Grundschulen hat die Kapazitätsgrenzen jedenfalls noch nicht erreicht.

Wird die Nachfrage steigen? Die Notbetreuung in Kitas und Grundschulen in Baden-Baden bietet aktuelle noch Platzreserven. Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Die Notbetreuung für Kinder in Kindertageseinrichtungen und an Grundschulen in Baden-Baden läuft nach Einschätzung von Sozialbürgermeister Roland Kaiser (Grüne) derzeit gut. Kapazitätsgrenzen seien im aktuellen Lockdown während der Corona-Pandemie noch nicht erreicht. In den Kindertageseinrichtungen seien im Schnitt etwa 30 Prozent der sonst betreuten Kleinen in der Notbetreuung. An den Grundschulen liege die Nachfrage deutlich darunter: bei etwa zwölf Prozent.

Spannende Frage: Wie wird sich Nachfrage entwickeln?

Für den Bürgermeister stellt sich die Frage, wie sich die Nachfrage weiter entwickeln wird. Noch könnten die Einrichtungen mehr Kinder verkraften. „Solange die Nachfrage in den Kitas bei unter 50 Prozent liegt, lässt sich das unter den Rahmenbedingungen gut umsetzen“, findet der Kommunalpolitiker. In einzelnen Einrichtungen werde dieser Wert allerdings erreicht. Vor einer Woche seien im Durchschnitt etwa 24 Prozent der Kita-Kinder in der Notbetreuung gewesen, vor Weihnachten waren es noch weniger: zwölf Prozent.

Die Verantwortung darüber, ob das Angebot in Anspruch genommen wird, liege inzwischen allein in der Verantwortung der Eltern, betonte Kaiser. Die Anmeldungsformalitäten seien einfach: Es genüge eine mündliche Meldung. In der Vergangenheit war im Lockdown für die Inanspruchnahme dagegen noch ein Nachweis des Arbeitgebers erforderlich.

Verhandlungen über Kostenausgleich

Offen sei dagegen noch, wie mit den Beiträgen für die Betreuung verfahren werde. Werden sie erstattet, wenn eine Betreuung nicht in Anspruch genommen wird? Die Stadt habe in dieser Angelegenheit bereits Kontakt mit den Kommunalverbänden und mit dem Land Baden-Württemberg aufgenommen, berichtete Bürgermeister Kaiser im Hauptausschuss des Gemeinderats. Eine Bewertung und Entscheidung über einen möglichen Kostenausgleich durch das Land stehe noch aus. „Da brauchen wir Geduld“, meinte der Grünen-Politiker.

An den Grundschulen laufe die Notbetreuung ebenfalls gut, berichtete Kaiser. Gegenüber der Vorwoche habe sich der Anteil der betreuten Kinder von zehn auf zwölf Prozent erhöht. Vor Weihnachten seien es etwa fünf Prozent gewesen. „Das sind sehr überschaubare Zahlen“, resümiert der Sozialbürgermeister.

Oberbürgermeisterin Margret Mergen (CDU) räumte ein, dass die momentane Lage für die Eltern „eine große Herausforderung“ bedeute. Es sei mehr als wünschenswert, wenn der Schulbetrieb „bald wieder“ aufgenommen werde. Entsprechende Gespräche würden etwa im Städtetag geführt.

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