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Investition von 900.000 Euro

Infrastruktur für Busse in Baden-Baden soll besser werden

Auf der Strecke zwischen dem neuen Busdepot in Baden-Oos und dem Bahnhof gibt es für Linienbusse einen Engpass. Die Stadt möchte diesen nun beseitigen.

Der Bahnweg überquert den Kreithgraben über eine neue Brücke. Nun möchte die Stadt die Straße für den Busverkehr ausbauen. Foto: Michael Rudolphi

Die Stadt möchte die Infrastruktur des öffentlichen Busverkehrs weiter verbessern und dafür den Bahnweg in Baden-Oos zwischen der Ooser Bahnhofstraße und der Güterbahnhofstraße ausbauen.

Ziel ist es, diesen Abschnitt zwischen dem 2019 eröffneten Busdepot der städtischen Verkehrsbetriebe auf einem Gelände in der Güterbahnhofstraße und dem Bahnhof so zu gestalten, dass dort ein Begegnungsverkehr von Linienbussen möglich wird.

Das Rathaus möchte mit dieser direkten Verbindung die Buslinien leistungsfähiger und deren Betrieb wirtschaftlicher machen.

Bauausschuss stimmt dem Vorhaben zu

Der Bau- und Umlegungsausschuss hat das Vorhaben, für das rund 900.000 Euro veranschlagt sind, in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Die endgültige Entscheidung trifft der Gemeinderat am 29. November.

Stadt rechnet mit einem Zuschuss von etwa 195.000 Euro

Das Rathaus weist darauf hin, dass das geplante Bauprojekt unter einem Haushaltsvorbehalt steht. Die Stadt rechnet mit einem Zuschuss von etwa 195.000 Euro aus einem Fördertopf. Ulrike Mitzel (SPD) regte an, das Vorhaben aufgrund der städtischen angespannten Finanzlage zu verschieben.

Bürgermeister Alexander Uhlig (parteilos) sprach sich dagegen aus. Seiner Meinung nach bringt eine Verschiebung keine Verbesserung, zumal die Baupreise weiter stiegen. „Die Sache ist jetzt durchgeplant“, sagte der Dezernent.

Die SPD-Fraktion fordert eine neue Buslinie

Markus Selig, der Leiter des städtischen Fachgebiets Tiefbau, machte darauf aufmerksam, dass eine Verzögerung möglicherweise dazu führen könnte, die Zuschüsse nicht zu erhalten. Werner Schmoll (SPD) plädierte dafür, eine Buslinie vom Bahnhof über den Bahnweg in die Schwarzwaldstraße einzurichten. Uhlig sicherte zu, diesen Vorschlag prüfen zu lassen.

Die Stadt hat 2019/2020 eine neue Brücke über den Kreithgraben am Bahnweg gebaut und diese Strecke für den Busverkehr ertüchtigt. Beim jetzt vorgesehenen weiteren Ausbau des Bahnwegs geht es darum, die Fahrbahn auf 6,50 Meter zu verbreitern.

Stadt erhofft sich bessere Infrastruktur für Radfahrer

Zudem ist auf der westlichen Seite ein 1,50 Meter breiter gepflasterter Gehweg vorgesehen, der die Brücke am Kreithgraben mit der Ooser Bahnhofstraße verbindet. Die Stadt erhofft sich von dem neu gestalteten Bahnweg auch eine bessere Infrastruktur für den Radverkehr, der am Ende der sogenannten Grünen Einfahrt über die neue Straße in Richtung Bahnhof führt.

Um einen möglichst reibungslosen Bauablauf zu gewährleisten, ist es nach Angaben der Verwaltung erforderlich, das Vorhaben mit den aktuell laufenden Arbeiten für den neuen Kreisverkehr am Charles-de-Gaulle-Platz beim Babo-Hochhaus abzustimmen. Die Arbeiten am Bahnweg sollen im April/Mai beginnen und werden voraussichtlich ein halbes Jahr dauern. In diesem Zeitraum ist der Abschnitt zwischen Bahnhof und Busdepot voll gesperrt.

Dem Rathaus zufolge sind die Arbeiten am Charles-de-Gaulle-Platz bis dahin so weit fortgeschritten, dass die Sinzheimer Straße von der Güterbahnhofstraße, wo sich das Busdepot befindet, in beide Fahrtrichtungen wieder befahrbar sein wird. Während der Vollsperrung des Bahnwegs müssen die Busse der Verkehrsbetriebe den Bahnhof über die Sinzheimer Straße anfahren.

Aus früherer Logistikhalle wird ein Busdepot

Die Verkehrsbetriebe hatten das neuen Bus-Depot im Westen der Stadt im Frühjahr 2019 in Betrieb genommen. Die Stadtwerke haben rund 2,1 Millionen Euro investiert, um das Gebäude für die Nutzung durch die Verkehrsbetriebe umzugestalten. Der Startschuss für den Umbau der früheren Logistikhalle zum neuen Standort der Verkehrsbetriebe in der Nähe des Bahnhofs fiel im Spätjahr 2016. Das Depot bietet Platz für maximal 18 Fahrzeuge. Die Verkehrsbetriebe wollen mit dem neuen Standort viele Leerfahrten vermeiden.

Die Busse fahren das Areal von Süden her an und verlassen es auf der nördlichen Seite. Um die Ein- und Ausfahrten zu ermöglichen, haben die Stadtwerke zwei kleinere Grundstücke zugekauft und dort die benötigten Rampen gebaut.

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