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„Zum Fremersberg” ist für den Besitzer als Gastronomie uninteressant

Keine Zukunft für altes Gasthaus in Baden-Baden-Varnhalt

Die Menschen aus Baden-Baden-Varnhalt haben einen Wunsch: Mit dem leer stehenden Gasthaus „Zum Fremersberg” muss endlich etwas passieren. Nur: Was?

Markantes Haus an prägnanter Stelle: as Gasthaus „Zum Fremersberg“ steht aus Baden-Baden kommend direkt am Ortseingang von Varnhalt. Unklar ist, wie es mit der leerstehenden Immobilie nun weitergehen soll. Foto: Margull

Zwei Themen treiben die Bürger des Reblandes um: Was geschieht mit dem maroden Gasthaus „Zum Fremersberg” am Ortseingang und wie stehen die Aktien für ein neues Wohngebiet im Lindenfeld inmitten des Dorfes?

Das kristallisierte sich deutlich beim Rundgang durch das Dorf heraus, zu dem Oberbürgermeisterin Margret Mergen (CDU) am späten Mittwoch Nachmittag eingeladen hatte. Die große Resonanz von Stadt- und Ortschaftsräten sowie interessierten Mitbürgern zeigte sich auch später beim abschließenden Meeting in der Yburghalle.

Dort hatten die Teilnehmer ausreichend Gelegenheit zum Austausch mit den städtischen Bereichsleitern, um ihre Themen und Anliegen nochmals deutlich zu formulieren. „Ich sehe hier eindeutige Prioritäten bei diesen Themen, die wir in der Verwaltung weiter verfolgen werden. Beim Gasthaus Zum Fremersberg gibt es kein Interesse des Besitzers, die Immobilie weiter als Gaststätte zu betreiben. Deshalb muss eine andere Lösung her. Und beim potenziellen Baugebiet Lindenfeld werden wir Kontakt mit einem favorisierten privaten Investor aufnehmen“, sicherte Margret Mergen den Bürgern zu.

Was geschieht mit dem Fremersberg? Diese Frage war beim Rundgang durch Varnhalt immer wieder zu hören. Oberbürgermeisterin Margret Mergen stoppte in Sichtweite des historischen Gasthauses und nahm zu den Entwicklungen in der Verwaltung Stellung: „Herr Scheidtweiler hat das Gasthaus im Paket beim Kauf der Franz-Brauerei in Rastatt übernommen. Auf Anfrage zeigte er kein Interesse, dieses Objekt wieder gastronomisch zu nutzen. Ein Betrieb habe in dieser Lage seiner Ansicht nach keine Zukunft“, gab Margret Mergen sozusagen den Weg für alternative Konzepte für dieses wichtige Areal am Eingang von Baden-Baden kommend frei.

Schnell kam die Sprache auf eine bauliche Umgestaltung, auf Investoren, die Mehrfamilienhäuser zusammen mit dem angrenzenden Areal der noch bestehenden Gärtnerei Jung in Betracht ziehen. „Wir sollten schauen, dass dort keine Renditeobjekte entstehen, sondern zusätzlicher Wohnraum für junge Familien und Angehörige von Mitbürgern, die schließlich die Zukunft für Varnhalt verkörpern“, warf ein Teilnehmer in die Runde. Bürgermeister Alexander Uhlig sei damit beschäftigt, verschiedene Optionen zu prüfen, dabei werde auch erörtert ob es sinnvoll sein könnte, das denkmalgeschützte Gebäude mit einzubeziehen.

Anwohner wünschen sich weniger Raser

Wichtig sei im Zuge der Überplanung auch eine Verbesserung der Verkehrssituation. „Dort ist zwar Tempo 30. Es wird aber trotzdem gerast“, stellte ein Anwohner fest. Ein hierbei vorgeschlagener Fußgängerüberweg sei jedoch gerade wegen des Tempolimits nicht möglich, erklärte Johanna Schönauer vom Fachgebiet Straßenverkehr. Mergen versicherte den Teilnehmern, das Projekt im Auge zu behalten.

Dies gelte auch für das potenzielle Baugebiet Lindenfeld mitten in Varnhalt. Bislang hätten vorgelegte Pläne nicht überzeugt. „Wir werden bei einem privaten Erschließungsträger nachhaken, ob die Stadt einen Einleitungsbeschluss fassen kann“, versprach Mergen auch hier Aktivität der Verwaltung.

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