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Jürgen Jung übergibt an Daniel Herke

Klinikum Mittelbaden hat einen neuen Kaufmännischen Leiter

Jürgen Jung geht nach 32 Jahren Klinikum Mittelbaden in Rente. Der bisherige Kaufmännische Geschäftsführer gibt den Führungsstab an Daniel Herke weiter. Bei der Abschieds-Veranstaltung gab es lobende Worte von Oberbürgermeisterin Margret Mergen - und Aussagen des „Neuen“ zum Strukturgutachten, das die Schließung aller Standorte und den Neubau einer Großklinik empfiehlt.

Übergibt den Vorsitz: Jürgen Jung (rechts) wurde nun offiziell von seinem Nachfolger Daniel Herke (links) abgelöst. Oberbürgermeisterin Margret Mergen als stellvertretende Aufsichtsleiterin des Klinikums würdigte Jungs jahrelange Arbeit. Foto: Karl-Heinz

Von Karl-Heinz Fischer

Stabwechsel im Klinikum Mittelbaden. Jürgen Jung, seit der Gründung des Klinikums Mittelbaden im Januar 2004 Kaufmännischer Geschäftsführer, wurde zum 1. Oktober abgelöst von Daniel Herke. Die Geschicke der acht Pflegeheime des Klinikums Mittelbaden wird Jung noch bis Ende Januar 2021 lenken und auch dem Klinikum als Berater erhalten bleiben.

Als stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende des Klinikums Mittelbaden würdigte Oberbürgermeisterin Margret Mergen die Verdienste des scheidenden Geschäftsführers. Bereits im Jahr 1988 begann Jürgen Jung seine berufliche Laufbahn in der Personalabteilung der Stadtklinik Baden-Baden.

Jung holte die Pflegeeinrichtungen aus den roten Zahlen

Zwei Jahre später war er bereits Personalleiter und übernahm 1993 die kaufmännische Leitung der Stadtklinik. Für die Pflegeeinrichtungen der Stadt und des Landkreises war Jung seit dem Jahr 2000 verantwortlich. Mergen betonte, dass es ihm gelungen war, die Pflegeeinrichtungen aus den roten Zahlen herauszuholen.

Nach der Gründung des Klinikums Mittelbaden hat er nicht nur die Kliniken des Landkreises Rastatt und der Stadt Baden-Baden zusammengeführt, sondern auch die Zahl der Pflegeheime von vier auf acht erhöht und zahlreiche Tochtergesellschaften im Bereich der Gesundheit gegründet und wirtschaftlich erfolgreich geführt.

Besonders hob Mergen das gute Klima hervor, das nicht nur unter den Mitarbeitern des Klinikums sondern auch zwischen der Klinikleitung und dem Klinikträger herrsche. „Sie sind ein Mann der Lösungen, nicht der Probleme“, sagte Mergen. Dass er es geschafft habe, Lösungen statt Probleme in den Vordergrund zu stellen, machte Jung danach anschaulich klar, indem er seinem Nachfolger „die Problemsau“ überreichte: Ein Sparschwein, in das „jeder Teilnehmer an Sitzungen zwei Euro einzahlen musste, sobald er das Wort Problem in den Mund nahm“. Das habe gewirkt.

Herkes Lebenslauf hat viele Stationen

Statt von Problemen habe man fast nur noch über Sachverhalte und Lösungsmöglichkeiten gesprochen. Ganz anders als Jung, der praktisch seine gesamte berufliche Laufbahn mit der Stadtklinik und dem Klinikum Mittelbaden verbunden war, weist der Werdegang seines Nachfolgers Daniel Herke eine Fülle von Stationen auf.

Nach einem Jura-Studium begann er als Stabsleiter für Arbeitsrecht am Rhön-Klinikum in Bad Neustadt. 2005 wechselte er als Leiter für Arbeits- und Tarifrecht zur Ameos-Gruppe nach Zürich, wo er drei Jahre später die Leitung der gesamten Rechtsabteilung übernahm. 2012 begann er in der Uni-Klinik Freiburg als Leiter Interne Revision und wurde später zusätzlich als Leiter für Personal und Recht eingesetzt.

Nebenberuflich war er Dozent an der Hochschule Fresenius. 2014 wechselte Herke an das Klinikum Wilhelmshaven, wo er unter anderem stellvertretender Geschäftsführer war. Danach wechselte er wieder in die Schweiz, wo er im Universitätsspital Bern die Position des Senior-Projektleiters in Strategischen Management innehatte.

Bevor er zum Klinikum Mittelbaden kam, verantwortete er seit Juli 2017 als Standortleiter das Klinikum Nürnberg Nord. Konkrete Schwerpunkte seiner Arbeit am Klinikum Mittelbaden wollte Herke noch nicht nennen. „Ich will erst einmal ankommen, die Mitarbeiter und die Lage vor Ort genau kennenlernen“, sagt er.

Außerdem machte er dann doch noch eine Aussage zu dem Strukturgutachten, das die Schließung aller derzeitiger Krankenhaus-Standorte des Klinikum Mittelbadens und den Neubau eines einzigen großen, zentralen Klinikums empfiehlt. „Grundsätzlich sind die Empfehlungen des Gutachtens nachvollziehbar“, aber bevor er dafür oder dagegen votiert, will er sich noch mit den konkreten Gegebenheiten auseinandersetzen.

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