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Test in Baden-Baden

Klinikum Mittelbaden testet in Baden-Baden wegen Corona eine Wärmebildkamera

Das Gerät soll Patienten und Besucher mit erhöhter Körpertemperatur automatisch erkennen.

Nico Wernicke, Einsatzleiter der Security Firma Patronus Protection GmbH erklärt Heike Ullrich-Bunge, Kaufmännische Leiterin des Klinikums Mittelbaden Baden-Baden Bühl, die Wärmebildkamera am Eingang der Balger Klinik. Foto: Albert Fritz

Seit 14 Tagen erprobt das Klinikum Mittelbaden am Eingang der Balger Klinik die Funktion einer Wärmebildkamera. „Die Wärmebildkamera ist Teil unseres Covid-19-Herbst-Winter-Konzepts. Mit Hilfe der Kamera sollen Personen mit erhöhter Körpertemperatur ermittelt und damit das Eindringen des Virus in die Klinik verhindert werden“, erklärt Heike Ullrich-Bunge, Kaufmännische Leitung des Klinikums Mittelbaden Baden-Baden Bühl, in einer Pressemitteilung.

Nach der zweiwöchigen Testphase wird nun in den kommenden Wochen auch eine Wärmebildkamera in der Klinik Rastatt installiert werden, in Balg bleibt die bisherige Kamera aufgestellt.

„Die Wärmebildkamera benötigt nur wenige Sekunden, um die Temperatur einer Person zu erfassen und ermöglicht ein Screening von bis zu acht Personen gleichzeitig“, erläutert Nico Wernicke, Einsatzleiter von Patronus Protection GmbH, der Security-Firma, welche die Kliniken Balg, Bühl und Rastatt seit Beginn der Corona-Pandemie bei der Kontrolle der Besuchsregelung unterstützt.

Wie die Messung funktioniert

Die Kamera fängt ab neun Meter Entfernung an, über eine Fixierung der Augen (circa drei Zentimeter über dem Auge) die Körpertemperatur zu messen. Sie justiert sich dann bis auf zwei Meter Entfernung und gibt eine Endtemperatur aus, welche die Security-Mitarbeiter auf dem Bildschirm der Kamera sehen. „Jeder, der ins Haus möchte, wird durch die Kamera überprüft.

Wenn eine erhöhte Körpertemperatur – über 37,5 Grad – festgestellt wird, gibt es eine genau festgelegte Verfahrensanweisung“, betont Ullrich-Bunge. Diese sieht bei einem Besucher vor, dass er auf seine erhöhte Temperatur hingewiesen und ihm zudem der Einritt verwehrt wird.

Auch einbestellte Patienten, die zu einer OP, einer Ambulanz oder Sprechstunde möchten, dürfen das Haus zunächst nicht betreten. Sie müssen sich mit dem zu diesem Termin für sie zuständigen Arzt telefonisch in Verbindung setzen, der dann weiter entscheidet.

Die Patienten, die in die Zentrale Notaufnahme (ZNA) wollen, werden zusätzlich zur Überprüfung durch die Wärmebildkamera über eine Triage (Ersteinschätzung) kontrolliert.

„Den ZNA-Patienten werden sechs Fragen gestellt, um so eine Corona-Erkrankung ausschließen zu können. Falls die Triage aber zu dem Ergebnis führt, das eine Erkrankung bestehen könnte, werden die Patienten über das Außenzelt in die Klinik gebracht“, verdeutlicht Wernicke. Klinik-Mitarbeiter, die das Haus betreten wollen, aber eine Temperatur über 37,5 Grad aufweisen, müssen zur Abklärung in die ZNA oder zu ihrem Hausarzt.

Unterschiedliche Reaktionen auf die Wärmebildkamera

Die Reaktionen der Mitarbeiter, Patienten und Besucher auf die Wärmebildkamera seien durchweg positiv, berichten Ullrich-Bunge und Wernicke übereinstimmend. Am Anfang hatten die Patienten und Besucher die Befürchtung, dass sie von der Kamera gefilmt würden. Aber da dies nicht der Fall ist, konnten sie schnell beruhigt werden. „Die Kamera verfügt über keine Gesichtserkennung, und es werden keine Daten erfasst oder gespeichert.

Außerdem bietet die Wärmebildkamera eine berührungslose Temperaturmessung aus der Entfernung, um unnötigen Körperkontakt zu vermeiden. „Wir hoffen, durch diese komplett kontaktlose Temperaturmessung eine größere Sicherheit im Kampf gegen das Corona-Virus zu gewinnen“ fasst Ullrich-Bunge zusammen.

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