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Sorge um Ansteckung

Könnten Touristen aus China das Coronavirus nach Baden-Baden einschleppen?

Nach Baden-Baden kommen auch Touristen aus China. Was wird getan, um eine Ausbreitung des Coronavirus in der Bäderstadt zu verhindern? Das wollte Heinrich Liesen von den Freien Bürgern im Gemeinderat von der Stadtverwaltung wissen.

Experten halten den Kauf von Schutzmasken gegen den Coronavirus für unsinnig. Foto: Hans Klaus Techt/APA/dpa

China ist weit weg von Baden-Baden. Doch die Sorge um eine mögliche Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus ist nach der Bestätigung einer ersten Infektion in Deutschland – der Betroffene kommt aus Bayern – auch in der Touristenstadt Baden-Baden durchaus präsent.

„Wir haben hier Gäste aus China“, begründete Heinrich Liesen, Gemeinderat der Freien Bürger seine Anfrage nach möglichen Präventionsmaßnahmen in der Bäderstadt, die er im Stadtparlament stellte.

Baden-Baden hat pro Jahr gut eine Millionen Übernachtungsgäste. Im Jahr 2018 war dabei die Zahl der Besucher aus China und Hongkong um 6,5 Prozent zurückgegangen - auf 9.263.  Im vergangenen Jahr stieg die Zahl wieder leicht an: auf  9.818. Die Zahl der Übernachtungen dieser Gästen lag  2019 bei 13.546 (2018: 13.141), teilte die Kur- und  Tourismus GmbH Baden-Baden auf Anfrage mit.

Das Statistische Landesamt registrierte 2018 fast 370.000 Übernachtungen von Chinesen im Südwesten, vor allem in Heidelberg, Stuttgart und im Outletcenter Metzingen – sowie in Baden-Baden. Durch das Virus droht nun wieder ein Rückgang der Gäste aus China.

Die  Behörden sind vorbereitet

Das Robert-Koch-Institut (RKI) sieht die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland durch die neue Atemwegserkrankung zwar weiterhin als gering an. Doch die zuständigen Behörden sind vorbereitet, betonte Oberbürgermeisterin Margret Mergen im Baden-Badener Stadtparlament.

Gesundheitsamt Rastatt ist für Baden-Baden zuständig

Das für Baden-Baden zuständige Gesundheitsamt, das für den Infektionsschutz die Fäden in der Hand hält, sitzt in Rastatt. Die Mitarbeiter der Behörde seien für den Eintritt eines Verdachtsfalls mit dem Coronavirus ((2019-nCoV) ebenso geschult wie das Personal am Regionalflughafen in Rheinmünster-Söllingen.

Baden-Baden ist eine Touristenstadt. Hier steht eine Besuchergruppe am Goetheplatz vor dem Theater. Foto: Archivbild: Bernd Kamleitner

Am Baden-Airport gibt es zwar keine Direktverbindung ins und vom Reich der Mitte, wo sich das Coronavirus in der Millionenstadt Wuhan in kürzester Zeit ausbreitete und mittlerweile auch Europa erreichte, doch der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden bringt viele Passagiere aus aller Welt nach Mittelbaden.  Viele davon  haben Baden-Baden als Ziel.

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Bei typischen Symptomen Arzt kontaktieren

Beim Auftreten typischer Anzeichen für die Lungenkrankheit (grippeartige Symptome) nach einer Rückkehr aus dem Risikogebiet in der Provinz Hubei in China oder nach Kontakt mit Personen aus dem Gebiet, empfiehlt Oberbürgermeisterin Mergen umgehend einen Anruf beim Arzt. Das sei sinnvoller, als in die Praxis zu gehen, was im schlimmsten Fall zu einer Ansteckung von Mitmenschen führen könne.

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Hygienemaßnahmen wie bei Grippeviren sind sinnvoll

Auch der kassenärztliche Notdienst nimmt Hinweise auf einen Verdachtsfall an. Bei der Vorbeugung sind Hygienemaßnahmen sinnvoll, die ebenso bei Grippeviren gelten: Händewaschen, nicht in die Hand niesen, Abstand halten und häufiges Lüften von Innenräumen.

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